Kanon

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Der Kanon (hebr. „caneh“; gr. „κανών“; lat. „canon “) wird in der orthodoxen Kirche im kirchlichen Recht, kirchlicher Musikkunst, in der Bibel sowie der Zusammenstellung der Heiligen Schrift und in der Liturgie verwendet.


Etymologie

Das Wort „Kanon“ kommt aus dem hebräischen „caneh“. Mit diesem Wort bezeichnete man als erstes ein Stab beim Hausbau um nachzumessen ob die Konstruktion gerade ist. Dieser Stab war 6,5 Ellenbogen lang (ca. 3 m.) Später bezeichnete man jedes Hilfsmittel als Kanon, womit man eine gerade Linie ziehen konnte. Im weiteren Sinne ist das Wort „Kanon“ ein Synonym für Maß, Regel, Norm, Tabelle, Liste und Katalog. Allgemein könnte man das Wort „Kanon“ als ein allgemeiner Maßstab oder festgesetzte Ordnung definieren.

Aristotel bezeichnete moralische Normen als Kanons und in der Kunst werden die Proportionen beim zeichnen des menschlichen Körpers als Kanons bezeichnet. Als eine Glaubensnorm wird der Kanon bei ap. Paulus definiert (Gal. 6,16) und bekommt später eine dogmatische Bedeutung. Erst im IV Jhd. werden kirchliche Gesetzte als Kanons bezeichnet um diese von den staatlichen zu unterscheiden (νóμος).


Bibelkanon

Die Bibel besteht aus verschiedenen Büchern welche auf das Alte und Neue Testament unterteilt werden. Neben diesen Büchern, die in der Bibel sind bestehen noch viele andere Bücher die auch von biblischen Handlungen erzählen und dessen Autoren öfters auch biblischen Personen zugeschrieben werden. Solche Bücher sind jedoch nicht in der Bibel vorhanden und werden nicht in der Kirche an Gottesdiensten und Liturgien gelesen. Solche Kanonen nennt man unkanonische Bücher oder auch Apokryphen.

Um solche Apokryphen von den Heiligen Schriften zu unterscheiden wurden alle Schriften begutachtet. Die, welche sich nicht mit der göttlichen Offenbarung widersprechen kamen in die Bibel. Dieses Verzeichnis an kanonischen Büchern wurde als Bibelkanon bezeichnet. Nicht nur in der christlichen Kirche, sondern auch in anderen Religionen gibt es einen Kanon der Heiligen Schriften.


Alttestamentischer Kanon

Die ersten alttestamentischen Sammler waren auch die Autoren dieser Schriften. Zu diesen Autoren galten Moses, Josua, der Prophet Samuel, Kaiser David und Salomon.

Auch der jüdische Kaiser Ezechiel (ca. 700 vor Chr.) gilt als einer der bedeutsamen Sammler der alttestamentischen Schriften. Während seiner Amtszeit wurde der Pentateuch (die Fünf Bücher Mose) wiederentdeckt und allgemein gilt er als religiöser Reformator.

Doch als der bedeutendste Sammler gilt Esra (Hälfte des V. Jhd. vor Chr.). Langezeit galt die These, dass mit der Zeit Esras auch die Sammlung des alttestamentischen Kanons abgeschlossen sei. Diese These wurde von Juden und Christen bis zum 19. Jhd. verteidigt, welche in der heutigen Zeit nicht mehr aktuell sind. Gründe gegen diese These sind folgende:

  • Durch verschiedene Studien ist bewiesen worden, dass einige Schriften des Alten Testaments erst nach Esra entstanden.
  • Die Samaritaner trennten sich von den Juden in der Zeit von 430-330 vor Chr. und erkennen nur den Pentateuch an. Falls der jüdische Bibelkanon schon zu Zeiten Esra endgültig wäre, würden die Samaritaner auch andere Heilige Schriften anerkennen.
  • Sowohl Jesus der Sohn des Sirachs (ca. 180 vor Chr.) als auch sein Enkel (ca. 130 vor Chr.) verstehen dieses Buch des Sirachs als kanonisches Buch der Heiligen Schriften.
  • Mit der Übersetzung der Heiligen Schriften ins griechische in der s. g. Septuaginta (250-100 vor Chr.) werden auch neue Schriften übersetzt, welche nicht im jüdischen Kanon enthalten sind.
  • Auf der Synode in Jabenu (48 km nördlich von Jerusalem) im Jahre 90 wurde über die Kanonizität einiger Schriften geschritten. Dies beweist wiederum, dass der Kanon nicht zu Zeiten Esras abgeschlossen wurde und selbst nicht zu Zeiten dieser Synode.

Somit wird klar, dass die endgültige Version des Bibelkanons im Alten Testament zeitlich nicht genau festgelegt werden kann. Es war ein langer Prozess, welcher sogar bis ins Ende des II und Anfang des III Jhd. nach Chr. geht. Und selbst dann gab es nicht ein Einheitlichen Kanon der Heiligen Schriften des Alten Testaments, sondern zwei: der jüdische und der alexandrische.


Jüdischer Bibelkanon

Im jüdischen Bibelkanon ist kürzer als der alexandrische Kanon, da er nicht die deuterokanonische Bücher aus der Septuaginta enthält.

Dieser Kanon enthält 22 Schriften in Zusammenhang mit den 22 Buchstaben im hebräischen Alphabet. Dabei werden einige Schriften verbunden um eben diese Zahl von 22 zu erhalten [1].

Ebenso werden alle 22 Schriften in drei Kategorien geteilt:


Alexandrischer Bibelkanon

Die Geschichte dieses Bibelkanons ist eng mit der Septuaginta verbunden. In Alexandria lebte eine große jüdische Diaspora, welche den palästinensischen religiösen Ansichten folgte. Aus diesem Grund wurde für die dortige Gemeinde die Heilige Schrift ins griechische übersetzt (250-100 vor Chr.). In dieser Übersetzung kamen auch Schriften rein, welche nicht im jüdischen Kanon zu finden sind. Solche Bücher werden Deuterokanonisch bezeichnet.

Zu diesen Büchern gehören:


Neutestamentischer Kanon

Sowie im Alten Testament besteht im Neuen Testament ein Bibelkanon. Grund für den Bibelkanon im Neuen Testament war ähnlich wie im Alten Testament die große Anzahl an Büchern mit verschiedenen Mitteilungen. Dies beweist auch Apostel Lukas in den Anfängen seines Evangeliums:


Nachdem schon viele es unternommen haben, eine Erzählung der Tatsachen abzufassen, die unter uns völlig erwiesen sind, wie sie uns diejenigen überliefert haben, welche von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind; so schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau nachgegangen bin, es dir der Reihe nach zu beschreiben, vortrefflichster Theophilus, damit du die Gewißheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist“ (Lk. 1,1-4)


Daher mussten auch die verschiedenen Versionen des Evangeliums, die Briefe der Apostel und andere Schriften auf ihre Echtheit überprüft werden um den heutigen Bibelkanon zu erhalten.

Damit eine Schrift jedoch auch einen kanonischen Status erlangen kann, musste es einige Grundkriterien [2] erfüllen:

  • Die Schrift sollte von einem Apostel oder einem ihrer engsten Anhänger verfasst worden sein. (s. Lk. 1,1)
  • Die Schriften wurden an angesehene Personen oder Gruppen verfasst. Ebenso musste am Ende eindeutig die Echtheit dieses Schreibens bewiesen werden. (s. 2. Thes. 3,17) Diese Personen oder Gemeinden, wo diese Schrift vorgelesen wurde, konnte anhand des Textes beurteilen, ob es sich wirklich um eine Schrift eines solchen Apostels handelte.
  • Ebenso mussten die Schriften auf den dogmatischen und mündlichen Überlieferungen des Apostels aufgebaut sein. Vor allem Apostel Paulus schreibt Gemeinden oder Personen die ihn persönlich kennen und denen er mündlich über Christus predigte.

Dieser Zeitraum der Entstehung des neutestamentischen Bibelkanons kann auf drei Perioden aufgeteilt werden, die mit den Heiligen Aposteln anfangen und endet mit dem 33. Kanon der Synode in Karthago (397.)


Erste Periode

Diese Periode beinhaltet den Zeitraum der Aposteln und ihren Jüngern. Dabei ist dieser Zeitraum in erster Linie mit dem Verfassen der Schriften bedeutsam. In diesem Zeitraum werden nicht nur die heutigen Schriften verfasst, sondern auch viele Apokryphen welche erst in den nächsten Perioden unterschieden werden.

Zwar werden schon verschiedene Briefe von ap. Paulus und anderen Aposteln, dennoch liegt der Akzent in dieser Periode vor allem bei den Evangelien. Sehr populär sind vor allem das Matthäus und Markus Evangelium, jedoch werden auch die Evangelien von Lukas und Johannes erwähnt.[3] Das Evangelium hatte in dieser Periode eine wichtige Rolle, da Es die Heilgeschichte Jesu wiedergab und schon ein wichtiger Bestandteil in der damaligen Liturgie war neben den Psalmen.


Zweite Periode

In diesem Zeitraum gab es verschiedene Bibelkanons in der christlichen Welt:

  • Antiochischer Kanon: der Syrische Kanon aus dem Jahre 400 zählt nur die Evangelien, Apostelgeschichte und die Paulus Briefe auf. Auch in den Kommentaren vom Ephräm von Syrien zum Diatessaron wird sichtbar, dass er nur den 3. Korinther Brief anerkennt. Erst im V. Jhd. werden im Peschito alle heutigen Bücher erwähnt außer der Offenbarung. Dabei schieden der 3. Korinther Brief und das Diatessaron aus.
  • Westlicher Kanon: Dieser Kanon enthielt vier Evangelien, Apostelgeschichte, 13 Briefe Ap. Paulus (ohne Hebräerbrief), 1. Johannesbrief und Offenbarung. Diesem Kanon folgen u. a. Tertullian und der Heilige Hl. ''Irenäus von Lyon''. Einen Unterschied erkennen wir im 5. Buch Gegen Häretiker vom Hl. ''Irenäus von Lyon'' wo er nicht nur den Hebräerbrief, sondern auch den Philemonbrief nicht erwähnt. Dafür zählt er den 1. Petrusbrief und den Hirten von Hermas auf.
  • Alexandrischer Kanon: Hier sollte man nicht den alttestamentischen Bibelkanon verwechseln (siehe oben). Anhand der Schriften Origens und Klements von Alexandria wird sichtbar, dass sie den heutigen Bibelkanon hatten.
  • Bibelkanon Eusebius von Caesarea: In seiner Kirchengeschichte (3,25) teilt er alle Bücher in zwei Gruppen. Die Göttlichen (Evangelien, Apostelgeschichte und die Paulus Briefe) und die anderen. Die zweite Gruppe wiederum teilt er in die, die es verdienen könnten göttliche zu sein (Jakobusbrief, Judasbrief, 2. Paulus, 2. & 3. Johannes) und die, die es nicht verdienen (Paulus Apokryphen, Hermas Hirte, Petrus Offenbarung, Barnabasbrief, Didache und Johannesoffenbarung). Somit können wir sagen, dass Eusebius alle heutigen Bücher außer der Offenbarung anerkennt.


Dritte Periode

Wie wir oben schon gesehen haben, war hatte die zweite Periode zwar viele Gemeinsamkeiten, jedoch bestanden viele verschiedene Bibelkanons. Daher soll in der dritten Periode ein einheitlicher Bibelkanon entstehen. Neben verschiedenen Vätern der christlichen Kirche (Kyrill von Jerusalem, Gregor von Nazianz, Athanasios der Große) sahen auch die Bischöfe auf den Synoden es als Aufgabe den Bibelkanon zu vereinheitlichen. So werden die Heiligen Schriften im 85. apostolischen Kanon, 59. & 60. Kanon der Synode in Laodicean und im 33. Kanon der Synode in Karthagen aufgezählt.

Eine große Polemik herrschte in der Autorität der Offenbarung, welcher selbst in der letzten Periode nicht von allen anerkannt wurde (Kyrill von Jerusalem, Synode in Laodicean, Apostelkanons, Gregor von Nazianz). Und obwohl die Offenbarung auch in der heutigen Zeit im orthodoxen Gottesdienst nicht gelesen wird, so ist sie dennoch Bestandteil des heutigen Bibelkanons der christlichen Kirche, dessen Fundament der 33. Kanon der Synode in Karthagen darstellt.


Kanons im Kirchenrecht

Auch die Kirche beinhaltet Rechte und Gesetzte, welche ihr Leben, Aufbau und Lehre definieren. Dabei sollte man zwischen den staatlichen Gesetzten (gr.: νóμος) und den kirchlichen (gr.: κανών) unterscheiden.

Die orthodoxe Kirche ist ein synodales Gremium, welches höchste rechtliche Instanz die Synoden sind. Synoden gibt es in verschiedenen Sphären, wie z. B. ökumenische, panorthodoxe und lokale Synoden. Solche Synoden können auch einige Vorschriften, Gesetze und Regeln verabschieden, welche seit dem IX Jhd. Beschlüsse genannt werden.

Mit dem Wort „Kanon“ im Kirchenrecht bezeichnet man Beschlüsse der orthodoxen Kirche vom III. bis IX. Jhd., welche panorthodoxe Bedeutung haben. Somit werden als Kanons Beschlüsse aus dem Apostelkanon, den sieben ökumenischen Konzilen, zehn panorthodoxen Synoden und dreizehn Heiligen Vätern bezeichnet.

Kanons werden auf ewige und vorübergehende unterteilt. Ewige sind vor allem Kanons mit dogmatischem Hintergrund und vorübergehende welche nur mit der damaligen Situation was zu tun hatten. Welcher Kanon jedoch ewig oder vorübergehend ist entscheidet die Kirche in synodischer Zusammenkunft.


Kanon als Kirchenmusikkunst

In der Kirchenmusik wird als Kanon eine bestimmte Musikform bezeichnet aus neun Liedern (nach dem Vorbild der neun biblischen Liedern), welche bei der Matutin gesungen wird. Jedes Lied besteht aus einer Anzahl von Troparions (häufig vier) wobei der erste Ikos heißt und der Letzte der Gottesmutter gewidmet ist. Dabei werden in kurzen Troparions ein gefeiertes Heilsereignis oder einen Heiligen gelobpreist und der christliche Glaube erklärt. Das zweite Lied wird im Gottesdienst nur an Dienstagen in der Großen Fastenzeit gesungen und ansonsten wird es an anderen Tagen übersprungen, weshalb man dann nur noch acht der neun Lieder singt.

Kanons als eine Musikform in der Kirche (welche der heutigen ähnelnd) entstanden zu Zeiten des Heiligen Andreas von Kreta mit seinem Großen Kanon. Dieser wird heute nur in der ersten großen Fastenwoche gelesen, sowie am Donnerstag auf der Matutin der fünften großen Fastenwoche.

Vor dem Kanon sang man den Kontakion, welcher sich vom heutigen sehr unterscheidet. Während heute als Kontakion bloß eine kurze Strophe im Menäon bezeichnet wird, so bestand der damalige Kontakion aus vielen Strophen die ein gefeiertes Heilsereignis oder einen Heiligen lobpreisten. Das Kontakion bezeichnet neben dem Troparion und Kanon eine der frühen Hymnenformen. In diesem vielstrophigen Gebilde folgen nach einer Einleitung (der sog. kukulion) 20 bis 40 gleich aufgebaute Strophen (die sog. oikoi, Häuser). Nach dem Vorbild von Ephräm im 4. Jh. wurden diese vorwiegend von Sophronios von Jerusalem, Sergios von Byzanz und dem heiligen Romanos Melodos im 6. Jh. gedichtet und gesungen. Kontakia wurden durch den Hl. Roman Melodos im 6. Jh. eingeführt. Man könnte sogar sagen, dass es seit dem Hl. Roman Melodos der Kontakion gesungen wurde und dieser mit dem Heiligen Johannes von Damaskus durch den Kanon umgetauscht wurde.


Eucharistiekanon

Das Hochgebet ist das große Lob- und Dankgebet in der christlichen Eucharistiefeier. Es richtet sich an Gott Vater. Diese Bezeichnung ist im Deutschen seit C. Anton Baumstark üblich; andere Bezeichnungen sind Kanon der Messe (lat.: Canon Missae) oder Anaphora. Das Hochgebet ist neben der Kommunion das Herzstück der eucharistischen Liturgie. Eucharistische Hochgebete gibt es in den römisch-katholischen, orthodoxen, altkatholischen, anglikanischen und lutherischen Kirchen. Im weiteren Sinn werden als Hochgebet die Haupt- oder Zentralgebete aller Sakramentenfeiern bezeichnet, z. B. Lobpreis und Anrufung Gottes über dem Wasser der Taufe, Segensgebet der Brautleute bei der Trauung, Weihegebet bei Konsekrationshandlungen.

In der orthodoxen und den orientalisch-orthodoxen Kirchen sind eucharistische Liturgien mit verschiedenen Hochgebeten, z. B. der Basilius-Anaphora, ab dem 4. und 5. Jahrhundert in Gebrauch. Das Hochgebet in der ostkirchlichen Liturgie hat auch die obige Grundstruktur, mit dem Unterschied, dass es keine gespaltene Epiklese, sondern nur eine Epiklese nach der Anamnese kennt und oftmals ausführlicher und variantenreicher ist als die des katholischen Westens. Die ostsyrische Anaphora der Apostel Addai und Mari ist ohne Einsetzungsbericht überliefert. Ein bestimmter Augenblick oder eine einzelne Formel für die Wandlung der Gaben ist nicht definiert, das Hochgebet wird als unteilbares Ganzes betrachtet, das das Geheimnis der Verwandlung von Brot und Wein bewirkt. Jedoch gilt die Epiklese, die Bitte um die Mitwirkung des Heiligen Geistes, als unverzichtbar.

Anmerkungen

  1. So werden z. B. die kleinen Propheten als ein Buch gezählt
  2. Siehe: Мрђа Николај (митр.), Општи и посебни увод Светог Писма Новог Завета, Србиња 1997. 18
  3. Als Gutes Beispiel gilt der Diatessaron von Tatian dem Syrier, welcher alle vier Evangelien mit einigen seiner häretischen Gedanken nacherzählte.


Literatur

  • Hochgebet auf wikipedia
  • Цыпин Владислав (прот.), Каноническое право, Moskau 2009.
  • Книга Правила, Moskau 2010
  • Ракић Радомир, Библијски речник, Belgrad 2002.
  • Милин Драган (јер.), Увод у Свето Писмо Старог Завета (општи део), Belgrad 1991.
  • Мрђа Николај (митр.), Општи и посебни увод у Свето Писмо Новог Завета, Srbinje 1997.
  • Мирковић Лазар (презв.), Православна литургика или наука о богослужењу православне источне Цркве. Први опћи део, Belgrad 1995.
  • Цисарж Бранко (прот.-презв.), Црквено право I (општи део и организација Цркве), Belgrad 1970.
  • Пено Здравко, Катихизис. Основе Православне вере, Kloster Ostrog 2005.