Spiridon und Nikodemos die Prosphorenbäcker vom Kiever Höhlenkloster

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Gedächtnis: 31. Oktober, 28. August (Synaxis der Heiligen der Fernen Höhlen des heiligen Theodosios), 28. September (Synaxis der Heiligen der Nahen Höhlen des heiligen Antonius) und am zweiten Fastensonntag (Synaxis aller ehrwürdigen Väter des Kiever Höhlenklosters)

Die seligen Väter Spyridon und Nikodemos, die heiligen Prosphorenbäcker der Kiewer Höhlen, dienten Gott in der demütigen und zugleich heiligen Aufgabe der Zubereitung der Prosphoren, der Opferbrote für die Göttliche Liturgie. Dieses Gehorsamswerk verrichteten sie dreißig Jahre lang ohne Unterlass, in Geduld, Stille und unablässigem Gebet.

Spyridon trat in das Kiewer Höhlenkloster zur Zeit des Igumens Pimen (1132–1141) ein, bereits in gesetztem Alter. Er war des Lesens unkundig, doch hatte er den gesamten Psalter im Herzen bewahrt, den er ohne Fehl auswendig vortrug. Sein ganzes Leben war durchdrungen von innerer Sammlung: Er verband die körperliche Arbeit der Prosphorenzubereitung mit einem ununterbrochenen Gebet, und täglich sang er alle Psalmen.

Noch zu seinen Lebzeiten wurde der selige Spyridon durch Gottes Gnade mit Wundern verherrlicht. So geschah es einmal, dass seine Mantija beim Arbeiten am Ofen Feuer fing; die Flammen verloschen jedoch sogleich, und das Gewand blieb unversehrt, ohne Brandspur oder Schaden. Ein anderes, bis heute sichtbares Zeichen ist die rechte Hand des Heiligen: An seinem heiligen Leib ruhen die Finger so geordnet, wie es den drei Finger des orthodoxen Kreuzzeichens entspricht.

Nikodemos teilte mit Spyridon nicht nur das Gehorsam der Prosphorenbäckerei, sondern führte auch ein äußerst strenges und anspruchsvolles asketisches Leben. In allem zeigte er Demut, Schweigen und die innere Sammlung eines wahren Mönches der Kiewer Höhlen. Eng mit Spyridon verbunden, rang er im selben geistlichen Geist und verherrlichte Gott durch dieselbe lautlose, aber vollkommene Hingabe.

Die ehrwürdigen Reliquien beider Heiligen ruhen in den Nahen Höhlen des heiligen Antonius.

Gebete

Troparion (4. Ton)

Indem du mit deinen Händen Prosphoren bereitestest und mit deinen Lippen unaufhörlich Psalmen sangst, hast du zusammen mit dem ehrwürdigen Νikodemos dem Herrn ein Lobopfer dargebracht. O gesegneter Spyridon, bitte mit ihm Christus Gott für unsere Seelen.

Kondakion (3. Ton)

Um deine entflammte Liebe zum Herrn zu offenbaren, o wunderbarer Spyridon, verschlossest du mit deiner Mantija den Ofen, der heftig brannte; und um den Quell der Gaben des Geistes zu zeigen, der in dir wohnt, löschtest du, Wasser in deinem Gewande tragend, die Flamme des Feuers. Darum, da du Freimütigkeit zum Herrn hast, bete allezeit mit dem seligen Nikodemos für uns, die wir dir Lobgesänge darbringen.