Simeon von Pângărați

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Gedächtnis: 7. September

Der heilige Simeon von Pângărați wurde im 15. Jahrhundert in Moldawien geboren. Schon als Kind zeigte er eine große Neigung zum geistlichen Leben. Er trat in das Kloster Bistrița bei Piatra Neamț ein, wo er die Strenge der asketischen Zucht und die Liebe zum unablässigen Gebet erlernte. Da er noch stärker das Schweigen und die Einsamkeit suchte, zog er sich in die Wälder am Fluss Bistrița zurück, an einen Ort, der später nach ihm und seinen Jüngern „Pângărați“ genannt wurde. Dort lebte er als Einsiedler, nährte sich von Fasten und Gebet und wohnte in Demut. Sein verborgener, gottgefälliger Wandel blieb nicht unbemerkt: Brüder scharten sich um ihn, die ihn baten, ihr geistlicher Vater zu werden. Simeon leitete sie mit Milde und Weisheit, verband Strenge mit Sanftmut und machte das gemeinsame Leben zum Abbild der himmlischen Harmonie.

Der moldauische Fürst Stefan der Große hörte von Simeons heiligem Leben, besuchte ihn, suchte seinen Rat und bat um seine Gebete für Volk und Land. Als Zeichen seiner Hochachtung stiftete Stefan der Große den Bau einer kleinen Kirche an der Stätte der Einsiedelei, die vom Metropoliten Teoctist geweiht wurde.

Simeon war ein Mann der Unterscheidung und des Gebets. Viele kamen zu ihm, um Rat, Trost und geistliche Heilung zu empfangen. Er entschlief im Jahre 1476 in Frieden, nachdem er sein Leben im Dienste Gottes und der Brüder vollendet hatte.

Die Rumänische Orthodoxe Kirche verherrlichte ihn am 7. März 2008.

Quellen:

Gebete

Troparion (3. Ton)

Ehrwürdige Väter Simeon und Amphilochios, ihr, die ihr mit euren Gebeten die Wälder der Karpaten erleuchtet und das Bistrița-Tal mit geistigem Wohlgeruch erfüllt habt, geheime Ratgeber der Fürsten und strahlende Lichter der Mönche und der frommen Gläubigen: Bittet Christus, unseren Gott, für uns, die wir mit heiliger Liebe euer Gedächtnis begehen!

Kondakion (8. Ton)

Indem ihr den einen Gott liebtet, floht ihr vor den vergänglichen Dingen, und in der Einsamkeit lebend, habt ihr euch mit dem Himmel vermählt. Ihr heiligen, ehrwürdigen Väter Simeon und Amphilochios, unaufhörlich verherrlicht ihr Christus, unseren Gott. Darum bringen wir euch ehrfürchtig ein Loblied dar und rufen: Freut euch, erlesenste Blumen der rechtgläubigen Kirche!