Peter Plank

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Erzpriester Dr. theol. Peter Plank


Peter Plank (Dr. theol., *22. März 1951 in Neustadt a. d. Donau (Bayern), † 13. April 2009) war orthodoxer Erzpriester, der in Deutschland gewirkt hat.

Leben

Erzpriester Peter Plank wurde am in der Familie eines Eisenbahnbeamten geboren. Die Eltern des zukünftigen Priesters gehörten der römisch-katholischen Kirche an. Nach Beendigung des Gymnasiums studierte Peter Plank von 1970 bis 1973 an der katholischen theologischen Fakultät der Regensburger Universität und anschließend von 1973 bis 1975 an der Pontificia Universita Gregoriana in Rom, wo er mit dem Bakkalaureat in Theologie abschloss und zum Diakon geweiht wurde. Von 1975 bis 1980 studierte er Ostkirchenkunde und Byzantinistik in Würzburg, wo er seit 1976 als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Ostkirchenkunde tätig war. Im Jahr 1980 schloss er seine Doktorarbeit ab und 1986 im Fach „Kirchengeschichte des Altertums und Patrologie“ seine Habilitationsschrift. Seine vielseitige Tätigkeit in Wissenschaft und Lehre an verschiedenen deutschen Universitäten dauerte bis zum Jahr 2008. Bis dahin publizierte Vater Peter zwei Monographien, über 40 Beiträge in theologischen Handbüchern und Zeitschriften, verfasste über 100 Beiträge für theologische Lexika, redigierte und publizierte kirchliche Hymnentexte und kanonische Schriften. Bei aller Breite und Vielfalt der von Vater Peter behandelten theologischen Themen stand im Zentrum seines Interesses stets die Heilige Schrift und die altkirchliche Tradition ihrer Auslegung. Stets war es sein innerstes Anliegen, diese für das geistliche Leben des heutigen Menschen und für die gegenwärtige kirchliche Praxis fruchtbar zu machen. 1989 zum Priester geweiht, trat Vater Peter im Jahr 1992 zur orthodoxen Kirche über und wurde Kleriker der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. Nachdem er für kurze Zeit Vorsteher der Gemeinden des Moskauer Patriarchats in Stuttgart und Tübingen war, widmete er sich seit 1993 ganz dem Aufbau der von ihm in Würzburg gegründeten Gemeinde zur Verkündigung an die Allheilige Gottesgebärerin, deren Vorsteher er bis zu seinem frühen Tod blieb. Die charismatische Persönlichkeit von Vater Peter hinterließ eine unauslöschliche Spur in den Seelen hunderter Menschen, die zu ihm kamen. Seine selbstlose Hingabe an Gott und sein flammender Eifer für den orthodoxen Glauben drückten sich in der strengen Beachtung des Typikon beim Vollzug der Gottesdienste aus, für das er selbst in langjähriger Arbeit zahlreiche Hymnentexte und Gebete aus dem altgriechischen Original ins Deutsche übersetzte; aber auch in seinen tiefgründigen Predigten, die nicht selten theologischen Vorlesungen glichen, und in vielstündigen Gesprächen mit seinen geistlichen Kindern, die zu ihm zur Beichte kamen oder Rat erbaten, sowie in der immensen Bedeutung, die Vater Peter der katechetischen Arbeit beimaß. Für seine mehr als dreißigjährigen Mühen wurde er mit dem Orden des hl. Fürsten Vladimir „für kirchliche Verdienste“ ausgezeichnet und des Erzpriestertitels gewürdigt.

Erstveröffentlichung und Urheberrecht