Benutzer:Christian/303

Aus Orthpedia
Wechseln zu:Navigation, Suche

Ereignisse

  • 23. Februar: Ein Edikt des Kaisers Diokletian leitet nach fünfzig Jahren der Toleranz Christenverfolgungen im Römischen Reich ein. Gottesdienste werden verboten sowie die Zerstörung von Kirchen und Schriften angeordnet. Christen verlieren die Bürgerrechte, christlicher Staatsbeamte werden inhaftiert. Über Christen, die weiterhin den Kaiserkult – die einzige in Rom vorgeschriebene religiöse Handlung – verwehren, wird die Todesstrafe verhängt. Nach römischen Auffassung waren Staat und Religion nicht zu trennen, so daß der Ausschließlichkeitsanspruch des Christentums nicht akzeptiert werden konnte. So kommt es zur heftigsten Verfolgungswelle der römischen Geschichte, welche bis 311 andauerte, aber mit der Anerkennung des Christentums endete, als sich herausstellte, dass sich dieses nicht ausschalten ließ.
  • 303: Der 298 nach dem römischen Sieg über den Perserkönig Narses bewilligte und 299 fertiggestellte Galeriusbogen in Thessaloniki wird geweiht.

Kirchliche Verhältnisse

Jerusalem

Antiochia

Alexandria

Rom

Byzantion

Hofbischof

Weltliche Verhältnisse

Römisches Reich

Sassanidenreich

Armenien

Iberien (Kartlien)

Bosporanisches Reich

Aksumitisches Reich

Kategorie:4. Jahrhundert


  • 303-305: Christenverfolgung des Kaisers Maximian
  • 3,628 Martyrs at Nicomedia (303-305) 2. September
  • Aaron von Caerleon - Märtyrer † 304 (?) in Quadra Legionum, heute Caerleon-on-Usk in Wales - Aaron war ein jüdischer Privatmann, der in Quadra Legionum - dem heutigen Caerleon-on-Usk -, dem wichtigsten römischen Militärstützpunkt in Wales, wohnte, zum Christentum konvertierte und zusammen mit Julius und weiteren Gefährten der diokletianischen Verfolgung zum Opfer fiel. 22. Juni Gedenktag katholisch: 22. Juni
  • Saint Acacius‎ (Saint Achatius), († 303), Christian martyr and saint was a Roman officer. He got whipped by thorny wigs and later crucified. He is one of the 14 Holy Helpers.
  • Alban von England -auch: von Verulam - in Köln: Albinus - erster Märtyrer Englands * in Verulamium, heute St-Albans in England † 304 (?) daselbst - Name bedeutet: der Weiße (latein.) - Alban war der erste englische Märtyrer. Er diente der Überlieferung nach in der römischen Armee in seiner Heimat. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian wurde er demnach zum Christentum bekehrt und getauft von einem Priester namens Amphibalus, der sich auf der Flucht befand und bei ihm Obdach gesucht hatte. Als die kaiserlichen Soldaten sein Haus durchsuchten, zog Alban die Kleider des Priesters an, um sich an dessen Statt auszuliefern. Er wurde festgenommen, vor ein Militärgericht gebracht und ausgepeitscht. Auf dem Weg zur Hinrichtung brachte er die Wasser des Flusses zum Stehen, so dass sie trockenen Fußes hindurchgehen konnten, danach lenkte er Wasserströme auf den Gipfel des Berges, wo er enthauptet wurde. Der Henker, gelegentlich Heraclius genannt, wurde bekehrt, sein Ersatzmann erblindete. Nach der Enthauptung trug Alban seinen Kopf an die Stelle, an der er bestattet sein wollte. Auch Amphibalus und Heraclius starben dann der Überlieferung zufolge als Märtyrer ebenso wie über 2000 weitere Märtyrer. - Gedenktag katholisch: 22. Juni
  • Anatolia von Rom - Gedenktag katholisch: 10. Juli - Gedenktag orthodox: 23. Dezember? siehe Victoria! - Name bedeutet: die Morgenröte (griech.) - Märtyrerin - * in Monteleone Sabina bei Rieti in Italien - † um 250 in Rom (oder um 303 - vgl. Victoria) - Die Legende erzählt von Anatolia, der Schwester der Victoria. Die beiden sollten demnach mit vornehmen Römern verheiratet werden; Victoria meinte, eine Hochzeit sei möglich, da auch die Väter im Alten Testament verheiratet waren, Anatolia dagegen überzeugte ihre Schwester mit Beispielen frommer Frauen, dass auch sie ihr Leben Gott widmen sollten. Die abgewiesenen Männer denunzierten die Schwestern und überzeugten die Behörden, sie auf ihren Gütern als Gefangene halten zu dürfen, damit sie ihre Meinung ändern sollten. Anatolia und ihre Schwester aber blieben unbeugsam und bekehrten noch die Diener und Bewacher zum Christentum. Anatolias Verehrer Titus Aurelius brach daraufhin sein Vorhaben ab und übergab sie den Behörden. Victorias Freier Eugenius versuchte es jahrelang nach der Methode Zuckerbrot und Peitsche, bis auch er seine Absichten aufgab. Anatolia wurde dann auf Befehl des Präfekten Julian gemartert und getötet. Anatolia war schon im Martyrologium des Hieronymus verzeichnet, am 10. Juli mit Victoria. Für den 9. Juli gibt er ebenfalls eine Anatolia, aber ohne Victoria und mit dem Ort Tyra/Tyrus, für die sich eine eigene Tradition herausgebildet hat. In Urkunden aus dem Kloster Farfa aus dem 8. Jahrhudert ist eine nahe beim Kloster gelegene, Anatolia geweihte Kirche bezeugt, die Papst Paschalis II. Anfang des 12. Jahrhunderts als Kirche S. Anatolia in Tora bezeichnete. Anatolia und Victoria sind schon im Mosaik der Jungfrauenprozession in S. Apollinare in Ravenna aus dem 6. Jahrhundert dargestellt. Aldhelm von Sherborne pries die beiden in seinen Gedichten De laudibus virginitatis, Vom Lob der Jungfräulichkeit, und De laudibus virginum, Vom Lob der Jungfrauen. Reliquien von Anatolia und Victoria werden in der Kirche S. Scolastica, die Köpfe in der Kirche Sacro Speco, beide in Subiaco, verehrt.
  • Anthimos und Gefährten - Bischof von Nikomedia, Märtyrer † 302/303 in Nikomedia, heute Ízmit in der Türkei mit ihm starben der Überlieferung nach der Diakon Theophilus sowie Dorotheus und Mardonius, der Diakon Migdonius und Peter, Indes, Gorgonius, Zeno, die Jungfrau Domna und Euthymios. Andere Überlieferung nennt auch die Gefährtinnen Indes, Domna und dazu wie in der orthodoxen Kirche Agathia (Agape) und Theophila. Noch im Martyrologium Romanum von 1956 werden als Gefährten von Anthimos 10.000 Märtyrer genannt und ihrer am 18. März gedacht; Eusebius hatte von einer großen Anzahl von Märtyrern berichtet, die bei Ausbruch der Verfolgungen unter Kaiser Diokletian mit Anthimos starben; die Acta Sanctorum reden von vielen aus der ganzen Gemeinde, die Syrisch-Orthodoxe Kirche nennt 25 Gefährten. Die Orthodoxe Kirche nennt 2000 oder gar 20.000 Märtyrer, die damals starben, gedenkt ihrer am 28. Dezember und nennt als weitere Namen den Priester Glykerios, dann Secundos, Nikostrates, sowie Agathia (Agape), Theophila und Antonia. In der armenischen Kirche werden 20.000 Märtyrer genannt, die in der Kirche der heiligen Irene in Nikomedia unter Kaiser Maximian ihr Leben verloren; namentlich aufgeführt sind der Kronminister Dorotheus, der General Mardonius, der Gouverneur Mygdonius sowie Gorgonius, Petrus und Clericus der Ältere; Indes und Domna werden separat am 30. Dezember verehrt, wobei erster Eunuch und letztere als Götzenpriesterin genannt werden. Als Schülerin von Anthimos gilt auch Euphrasia von Nikomedia, die eine eigene Legende hat. Gedenktag orthodox: 18. März, 3. September für seine Gefährten auch: 28. Dezember
  • Hieromartyr Artemon, priest of Laodicea in Syria (303) - 13. April
    • Artemon, Priester in Laodicea in Syrien, Mönch, Märtyrer († 303), und Sisinios, Bischof, Märtyrer
  • um 303: Bakchos, christlicher Märtyrer †
  • Barbara - Gedenktag orthodox: 4. Dezember - Übertragung der Reliquien nach Kiew: 11. Juli - Name bedeutet: die Fremde (griech.) - Märtyrerin, Nothelferin
  • Ende des 3. Jahrhunderts in Nikomedia, heute Ízmit in der Türkei - oder: in Heliopolis, heute Baʿlbak / Baalbek im Libanon - † 306 (?) in Nikomedia, heute Ízmit in der Türkei - Barbara war vielleicht Märtyrerin unter Kaiser Gaius Galerius Valerius Maximinus, genannt Daja. - Barbara wurde von ihrem Vater dem römischen Statthalter Marcianus ausgeliefert, doch auch ihm gelang es nicht, sie zur Aufgabe ihres Glaubens zu bewegen, obwohl er sie geißeln ließ; Barbara sprach von den Geißeln als ob es Pfauenfedern gewesen seien; nachts erschien ihr dann Christus im Gefängnis, um ihre Wunden zu heilen. Der erbitterte Statthalter ließ Barbara mit Keulen schlagen, ihr die Brüste abschneiden, sie mit Fackeln brennen. Dann wurde sie vor Gericht gestellt und verurteilt, sich nackt auf dem Markt den Blicken der Leute preiszugeben; auf ihr Gebet hin wurde sie aber mit Wolken und Nebel bedeckt. Daraufhin sollte sie enthauptet werden; der rachsüchtige Vater selbst hat das Urteil vollstreckt, gleich darauf traf ihn ein Blitzschlag und er verbrannte.
  • Barlaam Beiname: der Greis - Priester (?), Märtyrer † um 303 in Antiochia, heute Antakya in der Türkei - Name bedeutet: Sohn des Volkes (chaldäisch) - Barlaam wurde als Christ entlarvt und schweren Foltern ausgesetzt. So wurden ihm glühende Kohlen auf die Hand gelegt, damit er durch deren Wegziehen den heidnischen Göttern ein Opfer dabringe. Johannes Chrysostomus und Severus von Antiochien hielten Predigten zum Lobe Barlaams. In Edessa - dem heutigen Sanlıurfa - wurden ihm 411 und 427 Kirchen geweiht, auch in Antiochia gab es eine Kirche unter seinem Patrozinium. Gedenktag orthodox: 19. November
  • Cajus, Bekenner, und Crescens (Crementius), Bekenner in Saragossa († nach 303) - 16. April
  • Candidus - Märtyrer † 302 (?) bei Agaunum, heute St-Maurice in der Schweiz - Candidus, senator militium, also Leutnant der Thebäischen Legion des Mauritius, war einer der Märtyrer die sich weigerten, an der Christenverfolgung mitzuwirken. Die Gebeine der Märtyrer wurden schon um 380 wieder aufgefunden, über den Grabstätten entstand die Kirche und das Kloster von St-Maurice, die zum Wallfahrtsort wurden. Patron des Kantons Appenzell-Innerrhoden Attribute: dunkelhäutiger Ritter - Hochfest im Bistum Sitten und im Kanton Appenzell-Innerrhoden gebotener Gedenktag im Bistum Chur, Lausanne-Genf-Fribourg und im übrigen Bistum St. Gallen - Gedenktag katholisch: 22. September - Gedenktag orthodox: 10. März, 22. September, 27. Dezember
  • Caprasius of Agen‎ (Caprais, † 303), bishop, martyr
  • Chrysogonus Märtyrer * in Rom † daselbst oder um 303 in Aquileia in Italien Die Tradition in Aquileia berichtet, Chrysogonus sei vor 314 Bischof von Aquileia gewesen und in den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian durch Enthauptung gestorben. Gedenktag orthodox: 24. November, 22. Dezember Kaiser Diokletian ließ Chrysogonus nach Aquileia bringen und bot ihm dort eine Beamtenstelle an, wenn er von seinem Glauben lasse. Chrysogonus verzichtete und wurde enthauptet, sein Leichnam wurde ins Meer geworfen, von der Flut aber wieder angespült - oder von Fischen ans Ufer getragen - und von einem alten Priester namens Zoilus begraben.
  • Cosmas und Damian, christliche Märtyrer †
  • 14. September: Crescentianus von Rom, christlicher Märtyrer † (* 292)
  • Cyriaca von Nicomedien - Märtyrerin * in Bithynien in der heutigen Türkei - † 307 in Nikomedia, heute Ízmit in der Türkei - Cyriaca war nach ihrer Leidensgeschichte die Tochter des hohen Beamten Dorotheos. Sie wurde zusammen mit fünf anderen - namentlich nicht bekannten - Frauen in den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian - oder schon unter Maximian - verbrannt. Cyriacas Verehrung ist als Dominica - der lateinischen Übersetzung ihres Namens - auch in Sizilien und Kalabrien mit Zentrum in Tropea sowie in Rom verbreitet. Gedenktag orthodox: 7. Juli
  • Saint Cyriacus‎
  • Hieromartyr Cyril, Bishop of Gortyna on Crete (c. 303) - 6. September
    • Cyril, Bischof von Gortyna, Märtyrer († um 303)
  • Martyrs Dadas, Quinctillian and Maximus, the Lectors (ca. 284-305) - 13. April
  • Dominica - Märtyrerin † um 303 in Tropea in Kampanien in Italien - Die Legende erzählt, wie Dominica mehrere Götzenbilder zerstörte und deshalb wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen wurde. Diese aber rührten sie nicht an, deshalb wurde sie enthauptet. - In Dominica begegnet der ins Lateinisch übersetzte Name der Cyriaca von Nicomedien. Nach Dominica ist der Ort Santa Domenica di Ricadi nahe Tropea benannt.
  • Engratia (Enkratis, Encratides, Encratide, Engracia, Engratia), Jungfrau, Märtyrerin in Saragossa († 303/304) nicht gebotener Gedenktag im mozarabischen Ritus, und 18 Gefährten, Märtyrer - 16. April
  • Ephysius‎
  • Erasmus von Antiochia, christlicher Märtyrer † (* um 240)
  • Saint Erasmus of Formiae is a Christian saint and martyr who died ca. 303, also known as Saint Elmo.
  • Saint Eulalia of Barcelona
  • um 303: 16. September: Euphemia von Chalkedon, christliche Märtyrerin †
  • Expedit, christlicher Märtyrer †
    • Saint Expeditus
  • Exuperantius Märtyrer † nach 302 in Zürich in der Schweiz vgl. Felix
  • Exuperius - Märtyrer † 302 (?) in Agaunum, heute St-Maurice im Wallis in der Schweiz - Exuperius war der Überlieferung zufolge einer der Ritter der Thebäischen Legion des Mauritius, die unter Maximian in Agaunum - dem heutigen St-Maurice - den Tod fanden. Patron des Kantons Appenzell-Innerrhoden. Gedenktag katholisch: 22. September Gedenktag orthodox: 22. September, 27. Dezember Hochfest im Bistum Sitten und im Kanton Appenzell-Innerrhoden gebotener Gedenktag im Bistum Chur, Lausanne-Genf-Fribourg und im übrigen Bistum St. Gallen Übertragung der Gebeine ins Kloster Gembloux: 8. Juli
  • Felix von Thibiuca - Bischof von Thiabara / Thibiuca, Märtyrer † 15. Juli 303 in Thiabara / Thibiuca, heute Henchir Zouitina bei Tebourba in Tunesien Gedenktag orthodox: 24. Oktober - ( - 16. April?)
    • Felix of Thibiuca
  • Felix Märtyrer * in Ägypten † nach 302 in Turicum, heute Zürich in der Schweiz - Die Geschwister Felix und Regula gehörten nach der Legende der Thebäischen Legion des Mauritius an. Nach deren Vernichtung in Agaunum - dem heutigen St-Maurice - flohen sie der Überlieferung gemäß nach Zürich und wirkten dort als die ersten Verbreiter des Christentums, bis sie und ihr Diener Exuperantius in den Verfolgungen unter Kaiser Maximianus ergriffen und an der Stelle der heutigen Wasserkirche enthauptet wurden. Wie Dionysius und andere Märtyrer sollen sie ihr Haupt bis zu dem Ort getragen haben, an dem sie bestattet werden wollten; dort steht heute das Großmünster.
  • Felix und Fortunatus - Gedenktag katholisch: 14. Mai - in Aquileia: 13. August - † um 303 (?) in Aquileia in Italien - Einsiedler, Märtyrer * in Vicenza in Italien - Felix und Fortunatus - nicht zu verwechseln mit dem Diakon Fortunatus, der auch in Aquileia verehrt wird - erlitten der Überlieferung nach zusammen mit Largus und Dionysius das Martyrium durch Enthauptung in den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian. Die beiden Brüder lebten der Legende nach in einer Hütte im Wald nahe Aquileia, weil sie lieber Kontakt mit wilden Tieren als mit den Heiden hatten. Nachdem ein gewisser Apam, der im Dienst des Präfekten von Aquileia, Eufemio, stand, sie verraten hatte, wurden sie verhaftet und in Ketten von den Richtern verhört. Sie bekannten ihren Glauben an Christus, verweigerten die heidnischen Opfer und wurden deshalb ausgepeitscht, dann gefoltert, schließlich in heißes Öl geworfen; als sie dennoch Mut zur Beleidigung der Götter hatten, wurden ihnen die Kiefer gebrochen. Schließlich verhängte Eufemio die Todesstrafe und die beiden Brüder wurden aus der Stadt hinaus in die Nähe des Flusses geführt, der den antiken Namen Natisone hatte und südöstlich der Stadt floss; dort wurden sie enthauptet. In der Nacht bargen Christen ihre Körper und begruben sie zusammen mit wohlriechenden Kräutern auf dem Friedhof. Patrone von Chioggia; früher: von Aquileia und des Klosters Abdinghof in Paderborn.
  • um 303: Firmin der Ältere von Amiens, christlicher Märtyrer (* um 272) †
    • Saint Fermin
  • Gatianus von Tours - erster Bischof von Tours * in Rom (?) † 18. Dezember 301 in Tours in Frankreich - Der alten Tradition zufolge wurde Gatianus von Papst Fabianus um 249 als Glaubensbote nach Frankreich gesandt und bald darauf vom Volk zum ersten Bischof von Tours gewählt. Der Christenverfolgung unter Kaiser Decius konnte er mehrfach in letzter Minute entkommen. Segensreich wirkte er ein halbes Jahrhundert lang als Bischof seiner Diözese, am Ende seiner Amtszeit musste er noch den Beginn der erneuten Christenverfolgung unter Diokletian miterleben. Nach seinem Tod war der Bischofsstuhl in Tours 36 Jahre lang vakant, der Nachfolger Liborius errichtete dann den Vorgängerbau der heutigen Kathedrale, in den Martin von Tours um 380 die Gebeine des von ihm verehrten Gatianus überführte. Bis heute heißt die Kathedrale nach ihm Saint-Gatien. - [demzufolge Tod frühestens 303] - Gedenktag katholisch: 18. Dezember
  • um 303: 23. April: Georg, christlicher Märtyrer †
    • Saint George
  • Gloriosa von Laodicea - Gedenktag katholisch: 26. Juli - Name bedeutet: die Ruhmvolle (latein.) - Märtyrerin † um 303 in Laodicea, heute Ruinen bei Denizli in der Türkei - Glorosia starb der Überlieferung nach in den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian mit mehreren Gefährten. Anfang des 4. Jahrhunderts war Laodicea die Hauptstadt der Provinz Phrygien,
  • Gregor von Spoleto - Gedenktag katholisch: 24. Dezember - Priester, Märtyrer † um 303 in Spoleto in Italien - Gregor wurde als Priester in Spoleto nach zahlreichen Martern unter Kaiser Diokletian enthauptet. - Erzbischof Bruno ließ Reliquien in den Kölner Dom übertragen.
  • Helena römische Kaisermutter * um 249 in Drepanon, später Helenopolis, heute Hersek in der Türkei Bevor Konstantius I. mit Einführung der Tetrarchie im Jahr 293 zum Kaiser des Römischen Reiches ernannt wurde, verstieß er 289 Helena wegen ihres niederen Standes, um Flavia Maximiana Theodora, die Stieftochter des Kaisers Maximianus, zu heiraten. Er machte Augusta Treverorum - das heutige Trier - zu seiner Residenz; auch Helena behielt weiterhin Einfluss. Die führenden heidnischen Familien verachteten Helena wegen ihrer Herkunft, aber sie - intrigant, autoritär und völlig bedenkenlos 2 - tat nun, unterstützt durch die Christen, alles, um Theodora von Konstantius zu trennen, sie samt Familie in einen Seitentrakt des Palastes zu verdrängen und ihrem Sohn den Thron zu sichern † 18. August (?) 329 (?) in Nikomedia, heute Ízmit in der Türkei - 16. April? Gedenktag katholisch: 18. August - Todestag: 15. April - Gedenktag orthodox: 6. März, 21. Mai
  • Saint Honorina
  • Herta (Hertula) von Rom - Gedenktag katholisch: 12. April - Name: nach der germanischen Erdgöttin Njörd/Nertha (latein.) - Märtyrerin - † um 303 in Rom - Herta erlitt der Legende nach ihr Martyrium unter Kaiser Diokletian.
  • Saint Illuminata
  • Innocentius - Märtyrer † 302 (?) bei Agaunum, heute St-Maurice im Wallis in der Schweiz - Innocentius war einer der christlichen Soldaten, der mit Mauritius und anderen Gefährten der Thebäischen Legion enthauptet wurde. Gedenktag katholisch: 22. September - Gedenktag orthodox: 27. Dezember Patron des Kantons Appenzell-Innerrhoden - Hochfest im Bistum Sitten und im Kanton Appenzell-Innerrhoden - gebotener Gedenktag im Bistum Köln, Chur, Lausanne-Genf-Fribourg und im übrigen Bistum St. Gallen
  • Martyrdom of São Veríssimo, Santa Júlia, Santa Máxima
  • Julius von Caerleon - Märtyrer † 304 (?) in Quadra Legionum, heute Caerleon-on-Usk in Wales - Gildas der Weise berichtete von Julius und Aaron erstmals um 540 und nannte sie Märtyrer neben Alban von England. Beda nannte als Todesjahr das Jahr 304. Das Martyrologium des Ado von Vienne kennt das gemeinsame Fest der drei am 22. Juni. Gedenktag katholisch: 22. Juni - nicht gebotener Gedenktag in Wales: 20. Juni
  • Justina von Padua - Märtyrerin † 7. Oktober 304 (?) in Padua in Italien - Justina wurde der Überlieferung nach von Maximian - genannt Herculius -, dem Mitkaiser Diokletians, als christliche Jungfrau in Padua zum Tode verurteilt und von einem Soldaten unmittelbar danach, noch ehe der Henker kam, mit dem Schwert durchbohrt. - Gedenktag katholisch: 7. Oktober - bedacht im Ambrosianischen Hochgebet I
  • um 303: Justus von Triest, - Gedenktag katholisch: 2. November - christlicher Märtyrer † - italienischer Name: Giusto - Märtyrer † um 303 bei Aquileia in Italien - Der Legende nach hat Justus in den Verfolgungen von Kaiser Diokletian das Martyrium erlitten. Man warf ihn, nachdem man an seinen Händen und Füßen große Steine angebracht hatte, ins Meer. Sein Körper wurde nach kurzer Zeit bei Tergeste – dem heutigen Triest - ans Ufer gespült und auf Grund der Vision eines Priesters namens Sebastian gefunden und begraben. - In der heutigen Via Madonna del Mare wurde 1963 eine Märtyrerbasilika entdeckt, die inmitten des Friedhofs stand, in dem Justus begraben wurde und die schon vor dem Jahr 1000 die Kirche der Seeleute und Fischer war. In Tergeste entstand am Ende der Antike der Kult um Justus. Auf dem heute nach Justus benannten Hügel, auf dem die Ursprünge der antiken Stadt Tergeste liegen, entstand in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts eine dreischiffige Basilika, die im 6. Jahrhundert – wohl bei der Eroberung durch die Langobarden – zerstört wurde. Erst im 11. Jahrhundert wurde für Justus wieder eine Gedächtniskapelle im byzantinischen Stil errichtet; einem Zeugnis aus der Zeit um 1040 zufolge befand sich Justus' Grab in dieser Kapelle.
  • 303 oder 304: 13. August: Kassian, christlicher Märtyrer †
  • Mauritius Märtyrer * in der Thebais - der Gegend um Theben, heute Ruinen bei Al-Uqsur in Ägypten † 302 (?) bei Agaunum, heute St-Maurice in der Schweiz - Mauritius war der Überlieferung nach römischer Offizier, Anführer der 22., der thebäischen Legion, die in der Thebais ausgehoben worden war, nur aus Christen bestand und dann in Agaunum stationiert war. Sie hatten sich geweigert, den alten Göttern zu opfern und sich an der Verfolgung der Christen zu beteiligen. Daraufhin ließ Kaiser Maximianus, der Mitregent von Kaiser Diokletian, der zu jener Zeit in Octodurum - dem heutigen Martigny - weilte, jeden zehnten Mann zur Abschreckung umbringen, was aber ohne Erfolg blieb. Er wiederholte das so lange, bis die ganze Legion ermordet war. Mit Mauritius gehörten zu den getöteten Führern Innocentius, Exuperius, Candidus und Victor. Gedenktag katholisch: 22. September - nicht gebotener Gedenktag im deutschen Sprachgebiet Hochfest im Bistum Sitten und im Kanton Appenzell-Innerrhoden gebotener Gedenktag in den Bistümern Chur uns Lausanne-Genf-Fribourg sowie im übrigen Bistum St. Gallen nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Mailand, dem Ambrosianischen Teil des Bistums Lugano und im mozarabischen Ritus in Magdeburg: Ankunft der Reliquien: 25. Februar - Weihe der Kirche in Amiens: 16. April - in Magdeburg: Ankunft seiner Kopfreliquie: 28. September - Gedenktag orthodox: 22. September, 27. Dezember Gebeine der Märtyrer wurden schon um 380 aufgefunden und Bischof Theodor von Octodorum gezeigt, der über den Grabstätten im heutigen St-Maurice eine Kirche errichten ließ, die zum Wallfahrtsort wurde; diese Gedenkstätte ist archäologisch nachgewiesen. Da sie verkehrsgünstig am Fuß des Großen St. Bernhard liegt, wurde die Verehrung durch Reisende schnell bis nach Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland und England verbreitet.
  • Martyrdom of São Veríssimo, Santa Máxima, Santa Júlia
  • Saint Nabor - Nabore fu un soldato di origine nordafricana che giunto a Milano come mercenario vi conobbe la fede cristiana. È venerato come santo dalla Chiesa cattolica. Con la persecuzione contro i cristiani, nell'anno 303 venne ordinata una epurazione dell'esercito e Nabore fu costretto a disertare. Venne quindi processato e condannato a morte per decapitazione presso Lodi il 12 luglio, giorno in cui ancora oggi i devoti ne ricordano il martirio
  • Natalia von Nikomedien - Witwe, Wohltäterin * in Nikomedien, heute Ízmit in der Türkei † nach 300 in Byzanz, heute Ístanbul in der Türkei - Natalia war die Witwe des Märtyrers Hadrianus. Bis zu seiner Hinrichtung kümmerte sie sich um ihren Mann und andere zum Tod Verurteilte, nach seinem Tod um 303 ließ sie sich beim Grab ihres Mannes in Byzanz nieder. Name bedeutet: die am Geburtstag Christi Geborene (latein.) Gedenktag katholisch: 1. Dezember - gebotener Gedenktag im mozarabischen Ritus: 16. Juni - Gedenktag orthodox: 26. August
  • Um seine blendende höfische Karriere bis hin zum Verwalter des Hofes nicht zu gefährden, verleugnete Pancharios zu Beginn der ab dem 24. Februar 303 von Nikomedia ausgehenden Christenverfolgungen den Herrn. Hiervon erfuhr seine Mutter - sein Vater war um diese Zeit bereits verstorben, worauf sie sich mit einem Brief voller Schmerz und Kummer an ihn wandte, den auch seine Schwester unterzeichnete. Sie erinnerten ihn an das furchtbare Gericht, was uns alle am Ende der Zeiten erwartet, und bei dem alle, welche Christi um vergänglicher Annehmlichkeiten und Vorteile willen verleugnet haben, in ewige Pein eingehen werden: "Du darfst keinen Menschen fürchten, aber unbedingt mußt du Gottes Gericht fürchten. Du hättest deinen Glauben an Christus vor Königen und Fürsten bekennen sollen und ihn nicht verleugnen dürfen. Gedenke Seiner Worte: "Wer mich vor den Menschen verleugnet, den werde auch Ich vor Meinem Vater im Himmel verleugnen." [Matthäus 10,33]" Um seine blendende höfische Karriere bis hin zum Verwalter des Hofes nicht zu gefährden, verleugnete Pancharios zu Beginn der 303 von Nikomedia ausgehenden Christenverfolgungen den Herrn. Hiervon erfuhr seine Mutter - sein Vater war um diese Zeit bereits verstorben, worauf sie sich mit einem Brief voller Schmerz und Kummer an ihn wandte, den auch seine Schwester unterzeichnete. Sie erinnerten ihn an das furchtbare Gericht, was uns alle am Ende der Zeiten erwartet, und bei dem alle, welche Christi um vergänglicher Annehmlichkeiten und Vorteile willen verleugnet haben, in ewige Pein eingehen werden: "Du darfst keinen Menschen fürchten, aber unbedingt mußt du Gottes Gericht fürchten. Du hättest deinen Glauben an Christus vor Königen und Fürsten bekennen sollen und ihn nicht verleugnen dürfen. Gedenke Seiner Worte: "Wer mich vor den Menschen verleugnet, den werde auch Ich vor Meinem Vater im Himmel verleugnen." [Matthäus 10,33]" Voller Zorn über seinen nun ehemaligen Freund ließ der Kaiser den Senat zusammenrufen, um dem hl. Pancharios einer standesgemäßen Gerichtsverhandlung zu überantworten. Der hl. Pancharios wurde zur öffentlichen Ausgeisselung im großen Amphitheater der damaligen Hauptstadt des Römischen Reiches verurteilt und danach dem Gouverneur von Nikomedia übergeben, der ihn enthauptete. So erlitt der hl. Pancharios den Märtyrertod für Christus im Jahre 303, um ewig mir Ihm zu leben. 19. März - Pancharios von Nikomedia
  • Saint Pantaleon - (Greek: Panteleimon 'all-compassionate'), counted in the West among the late-medieval Fourteen Holy Helpers and in the East as one of the "Holy Unmercenary Healers", was a martyr of Nicomedia in Bithynia during the Diocletian persecution of 303 AD.
  • Regula Märtyrerin † nach 302 in Turicum, heute Zürich in der Schweiz vgl. Felix
  • Romanus of Caesarea
  • Sabinus of Piacenza
  • Sabinus von Spoleto - italienischer Name: Savino - Gedenktag katholisch: 7. Dezember - Bischof (?), Märtyrer - † um 303 in Spoleto in Italien - Sabinus gilt als Bischof, der an unbekanntem Ort wirkte. Einer Überlieferung zufolge wurde er in den Verfolgungen unter Kaiser Maximianus zusammen mit seinen Diakonen Exuperantius und Marcellus und weiteren Gefährten in Assisi gefangen genommen und nach vielen Martern in Spoleto hingerichtet. Andere Überlieferung nennt ihn Bischof von Fermo, wo er ebenfalls als Märtyrer verehrt wird, der mit drei Kugeln aus Stein zu Tode geschlagen wurde. Sabinus wurde bald schon hoch verehrt. Gut bezeugt ist seine Verehrung in der Kirche, die im 5. Jahrhundert an der überlieferten Stelle seines Grabes vor der Stadt Spoleto erbaut wurde. Sein Grab war eine wichtige Wallfahrtsstätte, er war einer der beliebtesten Heiligen in Mittelitalien. Auf Mosaiken in Ravenna aus dem Anfang des 6. Jahrhunderts ist er dargestellt. Im Mittelalter wurden Reliquien in zahlreiche Städte in Mittelitalien überführt, die sich seiner als Bischof oder Einsiedler rühmen, so z. B. Assisi oder Fermo, das die Überlieferung bewahrt, die Reliquien von Papst Gregor dem Großen erhalten zu haben, was aus einem von ihm geschrieben Brief an den damaligen Bischof von Fermo geschlossen werden könne. Patron von Spoleto, Siena, Assisi und Fermo
  • um 303: Sergios, christlicher Märtyrer †
  • Theodotus, Thekusa und Gefährtinnen - Gedenktag orthodox: 17. Mai, 18. Mai - 6. November (Thekusa und Gefährtinnen) - 7. Juni, 7. November (Theodotus) - Name bedeutet: Theo: der von Gott Geschenkte (griech.) - Thek: die von Gott Geschaffene (griech.) - Märtyrer - † um 303 in Ankyra, heute Ankara in der Türkei - Theodotus starb zusammen mit Thekusa, Alexandra, Claudia, Thaina (Phaina, Phœne, Polactia), Euphrasia (Euphrosyne), Matrona und Julia (Julitta, Athanasia). - Theodotus wird auch als Bischof von Ankyra verehrt. - Anlaß zu seiner Verfolgung gab der Martertod der sieben betagten Jungfrauen: Tecusa, Alexandra, Claudia, Euphrasia, Matrona, Julitta (Julia) und Phaine. Sie wurden sämmtlich in einem Teiche außerhalb der Stadt ertränkt. Durch die Bemühungen des heil. Theodotus wurden ihre Leichname aufgefunden, aus dem Wasser gezogen und bestattet. Einer der Theilnehmer, Namens Polychronius, wurde ergriffen und heftig gefoltert. Die Schmerzen überwältigten und verwirrten ihn so sehr, daß er, um seine Freilassung zu erlangen, den hl. Theodotus verrieth, und den Ort angab, wo die Leichname der heil. Jungfrauen lagen. Sie wurden auf Befehl des Statthalters sogleich ausgegraben und verbrannt. Jetzt erkannte der Heilige, daß seinem Wirken ein Ziel gesetzt sei, und beschloß, sich freiwillig dem Richter vorzustellen. Auf diese Weise konnte er hoffen, wenigstens seine Gehilfen zu retten.
  • Saint Theopont
  • Ursus - Gedenktag katholisch: 30. September - Hochfest im Bistum Basel - nicht gebotener Gedenktag im Bistum Chur, Lausanne-Genf-Fribourg, St. Gallen, Sitten - Name bedeutet: der Bär (latein.) - Märtyrer - † um 303 in Solothurn in der Schweiz - Ursus war der Überlieferung nach wie Mauritius Angehöriger der Thebäischen Legion. Mit seinem Gefährten Victor und 66 weiteren christlichen Soldaten entkam er demnach dem Massaker von Agaunum - dem heutigen St-Maurice im Wallis - und ging nach Salodurum - dem heutigen Solothurn, wo beide das Martyrium erlitten. Die Legende berichtet, wie der römische Statthalter Hirtacus die beiden festnehmen ließ. Vor die Wahl gestellt, den römischen Göttern zu opfern oder den Tod zu erleiden, blieben sie standhaft und wurden ins ins Gefängnis geworfen. Am nächsten Tag sollten sie auf einem grossen Scheiterhaufen verbrannt werden, doch es zog ein Gewitter auf, der Wolkenbruch löschte das Feuer. Nun ließ Hirtacus die Soldaten auf die Aarebrücke stellen und enthaupten, ihre Köpfe und Leiber stürzten ins Wasser. Aber nun nahmen die Leiber ihre Köpfe unter den Arm und schwammen bis zu einer kleinen Bucht, an der sich die Christen heimlich zu versammeln pflegten. Dort stiegen sie an Land und legten sich auf die Erde. In der Nacht wurden sie dann von Christen begraben. Patron von Solothurn; des Bistums Basel
  • Valentin und Hilarius - Gedenktag katholisch: 3. November - Name bedeutet: V: der Kräftige (latein.) - H: der Heitere (latein.) - Priester bzw. Diakon, Märtyrer

† um 303 in Viterbo in Italien - Valentin war der Leidensgeschichte nach Priester, Hilarius sein Diakon. In den Verfolgungen unter Kaiser Maximianus wurden sie demnach an der Via strata in Viterbo enthauptet. - 788 wurde erstmals in der Gründungsurkunde des Kloster Farfa die Kirche eines Valentin in Silice - heute Stadtteil von Viterbo - erwähnt. Um 880 erfolgte die Überführung von Gebeinen des Valentin und Hilarius aus Camigliano, wo die Leidensgeschichte ihr Martyrium ursprünglich verortete, in das Kloster; 824 hatte das Kloster Besitz in Camigliano erhalten. Nach Viterbo wurden die Reliquien wohl erst im 16. Jahrhundert gebracht. Heute liegen sie dort in der Kathedrale San Lorenzo. Patrone von Viterbo - der Erste ein Priester, der Andere ein Diacon, litten unter dem Kaiser Maximianus, nach dem Mart. Rom. zu Viterbo den Martyrtod. Baronius hatte ihre Acten eingesehen, und berichtet, daß die heiligen Häupter in der Domkirche der genannten Stadt zur Verehrung ausgesetzt werden. Als sie nämlich, mit Steinen beschwert, in die Tiber geworfen wurden, ohne zu ertrinken, erlangten sie durch Enthauptung die Martyrerkrone.

  • um 303: 8. Mai: Victor von Mailand, christlicher Märtyrer †
    • Saint Victor - Vittore il Moro (?, ? - Milano, 303) (cioè "Mauro", "della Mauretania") o San Vittore Martire, è venerato come santo martire e patrono di prigionieri ed esuli dalla Chiesa cattolica, che lo commemora l'8 maggio.
    • Victor von Mailand - Gedenktag katholisch: 8. Mai - gebotener Gedenktag im Erzbistum Mailand und im Ambrosianischen Teil des Bistums Lugano - Übertragung der Gebeine: 14. Mai, 15. Mai, 30. September - bedacht im Ambrosianischen Hochgebet I - Name bedeutet: der Sieger (latein.) - Soldat, Märtyrer - * in Afrika - † um 303 in Lodi in Italien Victor diente der Legende nach als Soldat unter Maximianus, wurde nach seiner Verweigerung des Götteropfers mehrfach ins Gefängnis gesteckt und schließlich nach zahlreichen Martern enthauptet. Victor war nach dem Zeugnis des Ambrosius der älteste bekannte Märtyrer in Mailand. Wie Nabor und Felix stammte er demnach aus Afrika, war Soldat und wurde in Lodi gemartert. Bischof Maternus habe die Gebeine nach Mailand übertragen. Neben Victors Grab bestattete Ambrosius seinen Bruder Satyrus. Die Grabkapelle ist als Anbau von S. Ambrogio in Mailand erhalten und mit einem Kuppelmosaik aus dem Ende des 5. Jahrhunderts geschmückt, das Victor als Märtyrer darstellt. Die Leidensgeschichte wurde im 6. Jahrhundert verfasst. Gregor von Tours kannte ihn und seine Anrufung um Befreiung von Gefangenen. Karl Borromäus fand nach eigenen Angaben 1576 Reliquien von Victor. Der in Volterra als Patron verehrte Victor ist wohl identisch mit Victor von Mailand. - Patron von Volterra
  • Victor von Agaunum - Märtyrer † 302 bei Agaunum, heute St-Maurice im Wallis in der Schweiz Victor gehörte nach der Überlieferung nicht unmittelbar der Thebäischen Legion an, weigerte sich aber, an dem Opfermahl nach der Hinrichtung des Mauritius und seiner neun Gefährten teilzunehmen und wurde daraufhin ebenfalls enthauptet. Victor ist wohl derselbe, der auch als Victor von Solothurn sowie als Victor von Xanten verehrt wird. Patron des Kantons Appenzell-Innerrhoden - Hochfest im Bistum Sitten und im Kanton Appenzell-Innerrhoden gebotener Gedenktag im Bistum Chur, Lausanne-Genf-Fribourg und im übrigen Bistum St. Gallen Gedenktag katholisch: 22. September - Gedenktag orthodox: 22. September
  • Victor von Solothurn - Gedenktag katholisch: 30. September - Hochfest im Bistum Basel - nicht gebotener Gedenktag im Bistum Chur, Lausanne-Genf-Freiburg, St. Gallen und Sitten - Name bedeutet: der Sieger (latein.) - Märtyrer - † um 303 in Solothurn in der Schweiz - Die Legende bezeichnet Victor als Angehörigen der Thebäischen Legion des Mauritius. Mit seinem Gefährten Ursus und 66 weiteren christlichen Soldaten entkam er der Überlieferung nach dem Massaker von Agaunum - dem heutigen St-Maurice im Wallis -, und ging nach Solothurn, wo sie gefangen, ins Feuer getrieben, schließlich enthauptet wurden. Sein Haupt soll Victor an die Stelle getragen haben, an der er begraben sein wollte, um dort der Totengebete teilhaftig zu werden. Nach anderer Legende schaute man ihn nach seinem Tode und folgte der Aufforderung, ihm ein christliches Begräbnis und Totengebet zuteil werden zu lassen. - Victor ist wohl derselbe, der auch als Victor von Agaunum sowie als Victor von Xanten verehrt wird. - Patron von Solothurn; des Bistums Basel
  • Viktor von Xanten - Märtyrer † um 302 in Xanten in Nordrhein-Westfalen (?) - Als Führer einer zur Thebäischen Legion des Mauritius gehörenden Kohorte war Viktor der Überlieferung nach von der Dezimierung in Agaunum - dem heutigen St-Maurice - nicht erfasst worden, fiel der Verfolgung unter Kaiser Maximian aber dann zusammen mit weiteren Gefährten in Xantenzum Opfer. Nach anderen Überlieferungen war er ein Gefährte des Gereon von Köln. - Viktor wurde erstmals von Gregor von Tours genannt im Zusammenhang mit der Auffindung von Gebeinen eines Mallosus im Ort Birten - heute ein Vorort von Xanten. Ausgrabungen unter der Victor-Kirche in Xanten fanden 1933/34 ein unberührtes Doppelgrab mit zwei erschlagenen Menschen aus der Zeit der Jahre 346 bis 398 und dann 1966 das aufwändig gestaltete Grab eines Enthaupteten aus der Zeit von 372 bis 400; über beiden Gräbern gab es Kapellen. Der archäologische Befund zeigt die bis in die Zeit des Frankenreiches hinein übliche Bestattung von Menschen ad sanctos, bei den Heiligen, woraus sich als ze santen auch der Ortsname Xanten herleitet, der also auf eine weithin bekannte und verehrte Grabstätte hinweist. Die Überlieferung von Viktor als Angehörigem der Thebäischen Legion ist vermischt mit der des Victor von Agaunum und des Victor von Solothurn. Gedenktag katholisch: 10. Oktober
  • Victoria von Rom - Gedenktag orthodox: 23. Dezember - Name bedeutet: die Siegerin/nach der römischen Göttin für den Sieg (latein.) - Märtyrerin - * in Monteleone Sabina bei Rieti in Italien - † um 250 oder um 303 in Rom - Victoria war der Überlieferung nach Märtyrerin in der Christenverfolgung unter Kaiser Decius. Historischer Kern der Überlieferung dürfte eine unter Kaiser Diokletian gemarterte Frau sein. - Die Legende erzählt von Victoria, der Schwester der Anatolia. Die beiden sollten demnach mit vornehmen Römern verheiratet werden; Victoria meinte, eine Hochzeit sei möglich, da auch die Väter im Alten Testament verheiratet waren, Anatolia dagegen überzeugte ihre Schwester mit Beispielen frommer Frauen, dass auch sie ihr Leben Gott widmen sollten. Victoria verkaufte ihre Habe, gab das Geld den Armen und verzichtete auf die Hochzeit. Die abgewiesenen Männer denunzierten die Schwestern und überzeugten die Behörden, sie auf ihren Gütern als Gefangene halten zu dürfen, damit sie ihre Meinung ändern sollten. Victoria und ihre Schwester aber blieben unbeugsam und bekehrten noch die Diener und Bewacher zum Christentum. Anatolias Verehrer Titus Aurelius brach daraufhin sein Vorhaben ab und übergab Anatolia den Behörden. Victorias Freier Eugenius versuchte es jahrelang nach der Methode Zuckerbrot und Peitsche, bis auch er seine Absichten aufgab. Victoria wurde auf Befehl des Präfekten Julian gemartert und durch Stiche ins Herz getötet. Ihr Henker Liliarcus soll daraufhin sofort vom Aussatz befallen worden und sechs Tage später gestorben sein, indem er von Würmern aufgegessen wurde.
  • 303 oder 304: Eugenius, römischer Usurpator †

23. Febuar 303: It was in the nineteenth year of the reign of Diocletian, (302-303) in the month of March, when the feast of the Savior’s passion was near at hand, that royal edicts were published everywhere, commanding that the churches be leveled to the ground and the Scriptures be destroyed by fire, and ordering that those who held places of honor be degraded, and that the household servants, if the persisted in the profession of Christianity, be made slaves.

Eusebius, Historia Ecclesiastica 8.4

Spring/Summer 303 Such was not the first edict against us. But not long after, other decrees were issued, commanding that all the rulers of the churches in every place be first thrown into prison, and afterwards be compelled to sacrifice by whatever means necessary.

Eusebius, Historia Ecclesiastica 8.2.5

Fall 303: Other decrees followed the first, directing that those in prison should be permitted to depart in freedom if they would sacrifice, but that those who refused should be harassed with many tortures. How could any one number the multitude of martyrs in every province, and especially of those in Africa, and Mauritania, and Thebais, and Egypt? From this last country many went into other cities and provinces, and became illustrious through martyrdom.

Eusebius, Historia Ecclesiastica 8.6.10


Martyr Nike (Nice), by the sword (303) - 25. April