Olav von Norwegen

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Gedächtnis: 29. Juli

Der ruhmreiche Märtyrer Olaf (der auch Olaf Haraldson genannt wird) war Sohn des Grafen Harald Grenske. Er wurde im Jahr 995 geboren und er regierte das Land von 1015 bis 1028. Schon frühzeitig verband sich bei ihm die Leidenschaft für die christliche Religion mit einem überaus hohen persönlichen Sendungsbewusstsein. Frühzeitig, so heißt es in den Überlieferungen, habe Olaf Visionen gehabt, die ihm seinen Weg auf den Königsthron voraussagten. Im Jahr 1015 erhielt er von Bischof Robert in der Normandie die heilige Taufe (anderen Quellen zufolge bereits um 998 als Kind), kurz darauf gelang es ihm, seine Wegbegleiter und wichtige christliche Amtsträger zu vereinen und den langen Weg hin zu königlichem Ruhm in ganz Norwegen anzutreten. Schon 1016 leitete er selbst als Monarch die Reichseinigung in die Wege und richtete wichtige kirchliche Strukturen ein, zu diesem Zweck ließ er viele Kleriker aus England kommen.

Den Strukturen folgten schließlich aber auch ein lebendiges Glaubensleben und die Errichtung zahlreicher Kirchen. Im Umgang mit Gegnern, die heidnischen Kulten nacheiferten, erwies sich Olaf als hart und unnachgiebig, wie vor ihm sein Vorfahre Olaf Tryggvason. Sein Ziel blieb eine christlich geprägte Gesellschaft mit möglichst vielen Rechten für die Vertreter seiner Kirche. Während der Zeit seiner Herrschaft heiratete Olaf Astrid, die Tochter des Königs von Schweden. Wähnte er sich nicht zuletzt durch diese Verbindung auf dem Höhepunkt seiner Macht, so begannen im Folgenden die Konflikte im Inneren wie im Äußeren. Sowohl vom dänischen König Knud als auch von zahlreichen Gegnern seiner Reformen wurde Olaf so massiv unter Druck gesetzt, dass er im Jahr 1029 ins Exil verbannt wurde. Eine Zeitlang kam er bei seinem Schwager in Kiev unter auch in Nerike in Schweden bliebe er eine Weile, wo sich viele der Einheimischen nach seinen Belehrungen taufen ließen.

Im Jahr 1030 zog Olaf noch einmal in die Schlacht nach Trondheim, um sein Reich zurückzuerobern. In dieser Schlacht fiel er, während er tapfer darum kämpfte, das Christentum gegen seine Gegner zu beschützen und die Norweger zu vereinen. Seine letzte Worte waren „Gott, hilf mir!“ Schon bald danach begann die Verehrung Olafs als Märtyrer und Heiliger.

Im Sommer 1031 wurden die Gebeine Olafs in die Clemenskirche in Trondheim überführt. Nach der protestantischen Reformation wurden seine Gebeine umgebettet, um sie vor Übergriffen zu schützen, seitdem ist ihr Aufenthaltsort unbekannt.

Quelle: Wüstenlicht

Troparion (5. Ton)

Den überirdischen Ruhm Gottes begehrend, mühtest Du Dich für Ihn bis zum Ende deines irdischen Lebens; Und indem du gut gearbeitet hast, hast du das Talent vermehrt, welches er deiner Sorge anvertraut hat, und warst Ihm treu bis hin zum Vergießen deines Blutes. Dafür hast du als Märtyrer die Krone für deine Schmerzen von der Rechten Christi, unseres Gottes, empfangen, den Du aufrichtig anflehst, dass wir gerettet werden mögen, die wir dich besingen, o herrlicher König Olav.