Manuel, Sabel und Izmael von Persien

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Manuel, Sabel und Izmael.jpg

Gedenktag: 17. Juni

Die drei Brüder Manuel, Sabel und Izmael († 362) hatten einen heidnischen Vater und eine christliche Mutter. Sie lebten in Persien und dienten im persischen Heer als hochrangige Offiziere unter König Alamandur.[1] Ihr Vater war Heide, ihre Mutter Christin. Sie wurden zu Kaiser Julian Apostates (dem Abtrünnigen) gesandt, um den Frieden zwischen dem Griechisch-Römischen Reich und Persien zu bekräftigen. Der Kaiser brachte ein Opfer zu Ehren der Götzen in Chalcedon dar, an dem Manuel, Sabel und Izmael teilnehmen sollten. Sie weigerten sich, da sie es als Christen für unwürdig hielten. Darauf wurden sie ins Gefängnis geworfen. Am folgenden Tag versuchte der Kaiser mit den drei Brüder über den Glauben zu streiten, doch sie blieben standhaft.

Martyrium

Sie wurden nackt an Bäume gebunden, geschlagen und zerkratzt. [2] Es wurden ihnen spitze Stifte unter Zehen- und Fußnägel getrieben. Dabei beteten sie zu Gott und dankten für ihre Martern. Es erschien ihnen ein Engel Gottes, der sie tröstete und ihnen die Schmerzen nahm. Sie wurden enthauptet. Als ihre Leiber verbrannt werden sollten, nahm die durch ein Erdbeben gespaltete Erde sie in ihren Schoẞ auf. Nach zwei Tagen eifrigen Gebetes der Christen gab die Erde die - nun süßlich riechenden - Leiber wieder frei, damit sie bestattet werden konnten. Über ihren Reliquien geschahen viele Wunder und Bekehrungen. Der persische Kaiser erklärte daraufhin Julian Apostates den Krieg und Julian wurde im Kampf von Merkurios erschlagen. Dreißig Jahre später baute Theodosius eine Kirche auf den Gräbern und St. Germanus, Patriarch von Konstantinopel schrieb eine Hymne auf Manuel, Sabel und Izmael.

Hymnus

Die heiligen Märtyrer Manuel, Sabel und Ismael

Von einer christlichen Mutter und einem heidnischen Vater
Stammten diese leiblichen Brüder, die wundervollen Friedensstifter:
Manuel, Sabel und Ismael.
Um Christi willen den irdischen Freuden erstorben,
Um im Frieden zu vereinen die Perser und die Griechen.
Doch Julian der Verfluchte, Diener des Teufels,
Begann mit den drei Brüdern über Glauben zu streiten,
Und bot ihnen an, den in Christo Getauften
Seinen unreinen Glauben anzunehmen.
Dem Gekrönten, der einem wilden Tier glich, erwiderten die Brüder:
Wir sind nicht gekommen, um unseren Glauben zu ändern,
Sondern um Frieden zu stiften, o, Kaiser der Griechen.
An den Sohn Gottes lauben wir,
Schlechteres gegen Besseres kann man jederzeit tauschen,
Doch Besseres gegen Schlecheres tauscht nur der Törichte.
Der Kaiser erboste, in ihm brannte Hades.
Mit bitteren Qualen tötete er die Brüder.
Doch Gott, der Allsehende, kennt den Wert aller
Und wandte sich mit Zorn gegen den bösen Kaiser.
Julian, der Boshafte, vor Gott war er schwach
Und eines schändlichen Todes starb er. Erleichtert war jeder,
Jeder erleichtert, der seinen Hochmut kannte
Und durch ihn um die Schwäche der Ungerechtigkeit wusste.[3]

Einzelnachweise

  1. Vgl. auch zum folgenden Nikolaj Velimirović: Prolog von Ochrid, hrsgg. von Johannes A. Wolf, Apelern 2009, S. 391ff.
  2. Vgl. Kalender der Orthodoxen Kirche von Amerika: 17. Juni, die Märtyrer Manuel, Sabel und Ismael von Persien (Stand: 20.04.2015)
  3. Nikolaj Velimirović: Prolog von Ochrid, hrsgg. von Johannes A. Wolf, Apelern 2009, S. 392.

Weblinks