Kliment von Ochrid

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Kliment von Ochrid.jpg

Gedenktag: 25. November

Der hl. Kliment, Slawe von Geburt, war Schüler der Heiligen Kyrill (Gedenktag: 11. Mai und 14. Februar) und Method (Gedenktag: 11. Mai und 6. April). Mit einem Missionsauftrag zog er mit anderen Schülern die Donau entlang, über Singidunum - dem heutigen Beograd - bis nach Pliska und an den Hof des Bulgarischen Prinzen Boris-Michael. Der Zar empfing die Christen gerne und sandte Kliment nach Ochrid, bis zum Fluss Devoll und nach Glavenica, um dort zu predigen und die slawische Sprache zu verbreiten. An das Wirken von Kyrill und Method anknüpfend, begründete der hl. Kliment die slawische Literatur und Kultur in Mazedonien. Er war der erste Schriftsteller der slawischen Sprache, übersetzte zahllose Werke, verfasste eine Biografie seiner Lehrer und gründete die erste slawische Universität nahe Ohrid, wo er selbst von 886 bis 893 über 3000 Studenten unterrichtete, von denen viele Priester wurden und die slawische Literatur in der Region und bis nach Russland verbreiteten. Einer seiner Schüler war Konstantin, der Priester. Nach Auseinandersetzungen mit Prinz Boris-Michael über die Frage der Entwicklung des kyrillischen Alphabets wurde Kliment als Bischof ins entfernte Belica gesandt, dann aber wieder als Bischof von Ochrid zurückgeholt. Er gründete das Hl.-Panteleimon-Kloster in Varoš und gilt auch als der erste slawische Komponist und Musiklehrer.

Der hl. Kliment wurde in seinem Kloster bei Ohrid bestattet. Als die Kirche nach der Besetzung durch die Türken im 15. Jahrhundert in eine Moschee umgewandelt wurde, kamen seine Gebeine in die Kirche der Hl. Gottesmutter in Ochrid, die seitdem auch unter seinem Namen bekannt ist.


Quelle: Kirchenkalender