Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin Indrumatoarea

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Gedächtnis: 9. Juli

Diese Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin gilt als die älteste und schönste Ikone Rumäniens und ist weltweit als wundertätig bekannt. Seit mehr als 600 Jahren stärkt die Ikone des Klosters von Neamţ den christlich-orthodoxen Glauben der Herrscher, Mönche und Gläubigen in Rumänien. Im Jahr 2018 wurde das Fest der Ikone in den liturgischen Kalender der rumänisch-orthodoxen Kirche aufgenommen.

Der kirchlichen Überlieferung zufolge geht diese Ikone auf das berühmte Gnadenbild von Lydda im Heiligen Land zurück. Dieses Bild soll auf wunderbare Weise erschienen sein und wurde bereits in frühchristlicher Zeit von den Aposteln Petrus und Johannes verehrt. Im 7. Jahrhundert ließ der spätere Patriarch Germanos von Konstantinopel während einer Pilgerreise eine Kopie der Ikone anfertigen. Auf deren Rückseite wurde zugleich der heilige Großmärtyrer Georg dargestellt.

Nach diesem Vorbild entstand im 14. Jahrhundert auch die Ikone, die sich heute im Kloster Neamț befindet. Sie wurde von einem Mönch des Georgsklosters Mangana in Konstantinopel gemalt, in jener Zeit, als der heilige Gregor Palamas die orthodoxe Lehre über die göttliche Gnade, das ungeschaffene Licht und das hesychastische Gebetsleben verteidigte. Vor dieser Ikone empfingen byzantinische Soldaten den Segen Gottes, bevor sie in den Kampf zogen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Ikone zu einem Mittelpunkt des geistlichen Lebens des Klosters Neamț. Unzählige Gläubige berichten von erfahrenem Trost, Heilung und Hilfe in schweren Lebenssituationen. Deshalb gilt sie bis heute als kostbarster Schatz des Klosters. Sie befindet sich in der Klosterkirche „Christi Himmelfahrt“, die unter der Herrschaft des heiligen Fürsten Stephan des Großen errichtet wurde.

Dreimal im Jahr wird die Ikone in feierlicher Prozession durch das Kloster getragen: am Fest des Lebenspendenden Brunnens, am Patrozinium der Christi Himmelfahrt sowie am Pfingstfest. Nach alter Überlieferung wird diese Prozession häufig von einem wohltuenden Regen begleitet, der als Zeichen des göttlichen Segens für Kloster und Umgebung verstanden wird.

Bis heute pilgern zahlreiche Gläubige nach Neamț, um vor der Ikone der Gottesmutter zu beten. Sie vertrauen darauf, dass die Allheilige Gottesgebärerin ihre Fürbitte vor ihrem Sohn einlegt, Trost in Leid und Krankheit schenkt und die Gläubigen auf ihrem Lebensweg zu Christus führt.

Gebete

Troparion (1. Ton)

Gottesgebärerin, reine Jungfrau, vor deinem heiligen Bild, das Wegweiserin genannt, fallen wir mit Liebe und mit Glauben nieder. Und dankend küssen wir es ehrfurchtsvoll, denn durch dein Bild schenkst du jenen, die rechten Glaubens sind, Heilungen an Seele und Leib. So rufen wir dir zu: Ehre Deiner Jungfräulichkeit! Ehre Deinem Erbarmen! Ehre Deinem Sorge tragen, die Du einzig gebenedeit bist!