Iakovos (Tsalikis) von Euböa

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Gedächtnis: 22. November

Der ehrwürdige und Gotttragende Vater Jakovos, einer der großen asketischen Gestalten des 20. Jahrhunderts, wurde am 5. November 1920 im kleinasiatischen Lifo geboren. Seine Eltern, einfache und fromme Christen, prägten ihn früh durch ihr standhaftes Bekenntnis unter den Wirren der Zeit. Nach der Flucht nach Griechenland wuchs er in bescheidenen Verhältnissen auf, durchdrungen vom Wunsch, sein Leben ganz Gott zu weihen.

Von Jugend an zeichnete sich Jakobos durch außergewöhnliche Frömmigkeit, Barmherzigkeit und ein tiefes Vertrauen in die Vorsehung Gottes aus. Besonders eng verbunden war er mit dem heiligen David von Euböa, zu dessen Kloster er sich schon als junger Mann hingezogen fühlte.

Im November 1952 trat er schließlich in das Kloster des hl. David auf Evia ein, wo er die Mönchsweihe empfing. Am 18. Dezember 1952 wurde er zum Mönchsdiakon und am 19. Dezember zum Priestermönch geweiht. Sein asketisches Leben, seine Milde, seine Gabe der geistlichen Führung und seine Bereitschaft, Tag und Nacht den Menschen beizustehen, machten ihn weit über die Insel hinaus bekannt.

Am 27. Juni 1975 wurde Vater Jakovos zum Abt des Klosters gewählt. Unter seiner jahrzehntelangen Führung erlebte das Kloster eine geistliche und bauliche Erneuerung, wurde zu einem Ort des Trostes, der Wunder und der Umkehr für zahllose Pilger. Viele berichteten von seiner Gabe des Durchblicks der Herzen, geistlicher Heilung und prophetischer Worte.

Nach einem Leben voller Demut, Liebe und beständiger Hingabe entschlief der ehrwürdige Abt am 21. November 1991 im Herrn. Sein Grab wurde rasch zu einer Stätte des Gebetes und der wundertätigen Hilfe.

Die Kirche bestätigte schließlich den lebendigen Ruf seiner Heiligkeit: Am 27. November 2017 beschloss die Heilige Synode des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel seine Verherrlichung, die im Juni 2018 feierlich vollzogen wurde.

Der hl. Jakovos von Evia wird als moderner Asket, Wundertäter und geistlicher Vater verehrt, dessen Leben bis in die Gegenwart unzählige Gläubige inspiriert und stärkt.

Gebete

Troparion (1. Ton)

Den Spross Livisions und den Ruhm Evias, den in den letzten Tagen Erschienenen, den echten Freund der Mönche, Jakovos wollen wir ehren, ihr Gläubigen, den neuen Liebhaber der Ruhe, der allen mannigfache Heilungen gewährt, die zu ihm rufen: Ehre sei Christus, der dich verherrlicht hat, Ehre sei Ihm, der Wunder an dir gewirkt hat, Ehre sei Ihm, der in den letzten Tagen dich geheiligt hat!