Benutzer:Christian/Petscherskaja Lawra

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DIE SONNE DER RUSSISCHEN LANDE

Anfänge des Kiewer Höhlenkloster. Sinn und Zweck des heiligen Klosters.

"Orthodoxes Leseheft" - 1990-7

1. Anfänge des berühmten Kiewer Höhlenkloster.

Im 11. Jahrhundert vollzog sich inmitten der russischen Lande, in Kiew, ein göttliches Wunder - es wurde die Grundlage zu dem späteren berühmten Kiewer Höhlenkloster gelegt. Der hl. Chronist Nestor, von Gott dazu ausersehen, über die hl. Kloster zu berichten, sagt aus, "der Herr habe in dieser Kloster Menschen gesandt, die in russischen Lande wie Himmelsleuchte strahlten. Was an dieser Bekundung von Gottes Ruhm und Macht so einmalig war, ist, daß nicht ein einziger Heiliger, sondern eine ganze Mönchsgemeinschaft - eine kleine Apostelkirche - entsand worden war, um die Wahrheit zu bezeugen. Das hervorstehende Wesensmerkmal einer solchen Gemeinschaft ist es, daß sie genauso wie die Sonne rings um sich herum ein Licht des Trostes und der Liebe verbreitet. Die Kiewer, und nach ihnen auch die ganzen Russischen Lande, könnten nachempfinden, wie glückspendend jene brüderliche Liebe war, welche die Klosterbrüder füreinander hegten. Der Susdaler Bischof Simon, ein ehemaliger Mönch dieses Klosters, bezeugt, welch ein Glück es war, dieser Gemeinschaft anzugehören: "Ich sündiger Bischof habe eine Kathedrale in Wladimir - eine Zierde für die ganze Stadt - und noch eine andere, eine Kirche in Susdal, die ich selbst erbaut habe; wie viele Städte und Dörfer haben sie, und über alledem waltet unsere Wenigkeit; aber bei Gott: all diesen Ruhm und diese Macht würde ich hergeben, müßte ich als eine Weidenrute hinter dem Tor des Höhlenklosters stecken oder dort als Unrat herumliegen, den die Menschen mit Füßen treten, oder aber ein armer Krüppel sein, der am Klostertor um Almosen bittet." Das sind natürlich keine leeren Worte, sondern das ist ein Jammergeschrei eines Herzens, das vor Sehnsucht nach der Glückseligkeit vergeht, mit der das Leben der Klostergemeinschaft angefüllt war. Wer das Kloster verließ, der ging nach den W orten von Bischof Simon dieses Glückes verlustig: ein einsamer Heiliger - ist ein Märtyrer, ein Heiliger unter Heiligen - und ist glücklich wie ein König.

Der ehrwürdige Nestor der Chronikschreiber weist wiederholt darauf hin, daß der Herr Selbst das Höhlenkloster begründet habe. Um diesen Gedanken noch mehr herauszustreichen, schreibt er: "Andere Klöster werden von Fürsten, reichen oder gottesfürchtigen Leuten gegründet". In diese Klöster kommen die Menschen auf Einladung der Gründer oder veranlaßt durch irgendwelche fromme oder anderweitige Gefühle und Erwägungen. Um aufzuzeigen, wie sich die vom Heiligen Geist geleiteten Menschen durch Gottes Willen zusammenfinden, spricht der ehrwürdige Nestor: "Gott hatte den Abt des Klosters auf Athos, wo der heilige Antonius zunächst gedient hatte, geheißen, Antonius nach Rußland zu lassen". Und dann, nach dem Antonius nach Athos zurückgekehrt war, weil in Kiew innere Fehden ausgebrochen waren (Swjatopolk tötete den hl. Fürsten Boris), befahl der Herr abermals, Antonius nach Rußland zu schicken, denn dort werde er gebraucht. Als dann der hl. Antonius in Kiew ein Kloster nach dem anderen aufgesucht, sich jedoch in keinem einzigen niedergelassen hatte, deutet das der ehrwürdige Nestor folgender maßen: "Er sollte sich in einer Höhle niederlassen, denn so war es Gott gefällig". Und über den hl. Feodossius hat Nestor ausgesagt: "Kein einziges Kloster in Kiew hatte ihn aufgenommen, und der Herr führte ihn zu einer Stelle, wie es ihm bereits im Mutterleib von Gott vorausbestimmt war, nämlich zu der Höhle des hl. Antonius".

Bezeichnend ist das Gespräch, das die beiden von Gott Auserwählten miteinander führten. Als der ehrwürdige Feodossius den ehrwürdigen Antonius um Aufnahme bat, begann ihm dieser zu schildern, wie schwer doch das Leben in der Höhle sei. Feodossius hingegen gab darauf zur Antwort: "Du weißt, der Herr Selbst hat mich zu dir hergeführt". Und Antonius - vom Heiligen Geist beseelt - nahm ihn sofort auf, denn er hatte in dem Bruder einen von Gott Auserwählten erkannt.

Nur wem wirklich der Heilige Geist innewohnte, konnte sich zu der geheimnisvollen Einkleidung von Pimen dem Schmerzensreichen durch Engel so verhalten, wie es der Abt des Höhlenklosters und die Brüder getan haben. Eines Tages hatte ein Elternpaar sein von Kindheit an kränkelnden Sohn in das Kloster gebracht, in der Hoffnung, er werde dort genesen. Und auch der Sohn selbst hatte von jung an Mönch werden wollen. Des Nachts schliefen die Eltern mit ihren Dienern neben dem Sohn in einem ihnen zugewiesenen Raum. Plötzlich kommen Engel in der Gestalt des Klosterabtes und der Brüder herein, treten auf den Kranken zu und fragen: "Möchtest du, daß wir dich als Mönch einkleiden?" Und der Kranke, der die ganze Zeit lang dafür gebetet hatte, willigt voller Freude ein. Da begannen sie ihm Fragen zu stellen, ganz wie es das Ritual erfordert. Danach hüllten sie ihn in ein langes Gewand ein, setzten ihm die Mönchskappe auf und gaben ihm den Namen Pimen. Sie prophezeiten ihm, er werde bis zu seinem Tode krank bleiben und erst kurz davor genesen. Sie küßten ihn und gingen wieder fort. Die Klosterbrüder aber hatten Geräusche vernommen und meinten, der Kranke hätte das Zeitliche gesegnet. Als sie zu ihm hinkamen, da fanden sie ihn in einem Mönchsgewand und hocherfreut vor. Er versicherte, der Abt und noch andere hätten ihn geschoren; die Haare hätten sie mitgenommen und seien in die Kirche gegangen. Und die Haare wurden auch tatsächlich in der verschlossenen Kirche auf dem Grabe des hl. Feodossius entdeckt. Da erkannten alle, - heißt es im Heiligenbuch, - daß die Mönchsweibe auf Gottes Geheiß von Engeln vollzogen worden war, und sie wurde von dem Abt und den Klosterbrüdern auch als wahrhaftig anerkannt. Sie akzeptierten auch den ihm von den Engeln gegebenen Namen - Pimen. So konnten nur Menschen handeln, die im Geiste leben und von dem Heiligen Geist die entsprechende Zusicherung erhalten hatten.

Die des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind, kennen Gottes Willen und führen ihn aus. So antwortet der heilige Nikon dem Fürsten, der dem Höhlenkloster gram ist, weil es seinen Vertrauten, Jefrem, und Warlaam, den Sohn eines Bojaren, zu Mönchen geweiht hat, kühn und entschieden: "Ich habe mit Gottes Segen und auf Geheiß unseres Herrn Jesus Christus, der sie zu dieser Großtat aufforderte, ins Kloster aufgenommen." Das Zeugnis des hl. Nikon von dem Geheiß Christi offenbart eine bemerkenswerte Eigenschaft der Klostergemeinschaft: sie ist von dem Heiligen Geist beseelt und ordnet sich unmittelbar Christus - dem Oberhaupt der Kirche - unter. Einer solchen Gemeinschaft können irdische Willkürlichkeiten nichts anhaben. Sie ist auch innerlich frei - ein jeder Mönch verrichtet seine Großtat, wie sie ihm der hl. Geist geboten hat. Zu gleicher Zeit sind alle Heiligen in großer Liebe zueinander vereint. Jeder Bruder liebt den anderen und empfindet für ihn als Träger einer besonderen Gnade Christi Hochachtung. Gibt es in einer solchen Gemeinschaft auch Schwache, so rettet sie die Liebe. Von dem Klosterabt, dem hl. Feodossius, kann man sagen, daß er den Brüdern in allem Freiheit gelassen hat; man braucht nur zu sagen, weshalb ihn die Brüder gewählt hatten: "Aufgrund seiner Sanftmut und Demut erachtete er sich geringer als alle anderen und hat allen gedient"". Er war nicht so sehr ein gutherziger Gebieter als vielmehr die Inkarnation guter Taten. Mußte im Kloster irgendeine dringende Arbeit verrichtet werden, so ging der Abt Feodossius den Brüdern stets mit gutem Beispiel voran.

Anhand des Lebenswandels des hl. Nikita ist zu erkennen, wie in der Gemeinschaft die Freiheit des Bruders geachtet wurde und wie die Brüder zugleich mit ihrer Liebe jemanden retteten, war er infolge dieser Freiheit geistlich vom rechten Wege abgekommen. Der hl. Nikita, noch jung, wollte ein Einsiedlerleben führen. Der damalige Abt Nikon riet ihm weder zu noch ab. Niemand verwehrte Nikita seinen Wunsch. Erst als zutage trat, welche schlimmen Früchte dieses Einsiedlerleben getragen hatte: Nikita hatte gänzlich das Neue Testament vergessen und kannte sich nur im Alten Testament aus, er hatte fälschliche Visionen (ein "Engel" betete an seiner Stelle, während er selbst nur Bücher las), er weissagte den Leuten, die zu ihm kamen und erlangte großen Ruhm,- da behütete ihn die Liebe der Brüder vor scheinbarer Heiligkeit, was nicht gewaltsam, sondern auf wunderbare Weise geschah. Die Brüder kamen einfach zu ihm hin, um gemeinsam mit ihm zu beten, und der Böse ließ von ihm ab. Danach hatte Nikita schon nichts mehr aus dem Alten Testament im Gedächtnis und versicherte sogar, er habe es nie gekannt. Zu sich gekommen, sah Nikita seinen schweren Irrtum ein, bereute sein eigenwilliges Dienen und begann ein neues Leben in Christus. Eine volle Freiheit ist selbstverständlich nur dort möglich, wo die brüderliche Liebe vor einem falschen Weg bewahrt - und eine solche Stätte ist gerade das Höhlenkloster gewesen.

Der geistige Weg eines getreuen Dieners offenbart sich nur durch Gottes Willen. Bei vielen ist der Weg jedoch weiterhin unbekannt. Was könnte man über die geheime Gebetsverrichtung sagen? Oder von einem Klosterbruder, der nicht nur dem Wort, sondern auch seinem Lebenswandel nach ein Heiliger ist, demjenigen geistig überlegen, dem er doch zu Gehorsam verpflichtet ist? Nur durch die Göttliche Vorsehung ist zu erkennen, welche Göttliche Kraft ihm innewohnt. So wurde über Isaaki folgendes berichtet: einmal sagte der Koch in der Küche, wo Isaaki diente, zu diesem im Spaß: "Isaaki, sieh doch, da spaziert auf dem Hof ein lebendiger Rabe herum. Geh' hin, und fange ihn mal ein". Isaaki ging hinaus und kehrte auf der Stelle mit dem lebendigen Raben im Arm zurück.

In dem Bericht über die Chrisamgeruch verbreitenden Häupter lesen wir: in den Höhlen gibt es Chrisamgeruch verbreitende Häupter unbekannt von wem, aber daß sie Gottesheiligen gehören, ist daran zu erkennen, daß sie auf unbegreifliche W eise Balsam ausströmen. Dieses besitzt die Göttliche Gabe, alle zu heilen, die gläubig herkommen und sich damit salben. So ungewiß es ist, wem diese Häupter gehören, läßt sich auch nicht sagen, wie viele Heilige es in den Höhlen gegeben hat. Nicht nur ihr Dasein, selbst ihre Namen sind verborgen geblieben. Und der Erzähler fügt bei der Vollendung des Heiligenbuches des Kiewer Höhlenklosters vielsagend hinzu: "Wir hoffen, Jener, der gesagt hat: Ich bin der helle Morgenstern (Offbg. 22, 16), wird die Sterne des Höhlenklosters nicht ewig verborgen halten, sondern einst Licht in das Dunkel bringen und allen davon künden, wie ihr Schicksal verlaufen ist".

2. Sinn und Zweck der Großtat der heiligen des Höhlenklosters.

Der Herr rief die Heiligen zu sich und erlegte ihnen einen bestimmten Dienst auf - so hieß es: "Antonius solle sich in einer Höhle niederlassen". So offenbart sich der Sinn der ursprünglichen Großtat der Heiligen des Höhlenklosters.

Zu allen Zeiten hat es die wahrhaftige Christuskirche bei ihrem Dienen in der Welt schwer gehabt. Oftmals wurde der christliche Glaube nur dogmatisch aufgefaßt, wohingegen Güte und Liebe nicht vorhanden waren. Aber ohne sie ist die christliche Wahrheit immer verunstaltet. Die Herzensgüte, wie sie den Slawen eigen ist, war ein großes Gut, wodurch sie der besonderen Gnade Gottes teilhaftig wurden. Aber die in der Menschheit unaufhörlich wirkenden gefallenen Engel und der ganze Aufbau des Erdenreiches mußten auch das russische Volk zu ungebührlichem. Tun verleiten. Die brüderliche Christenliebe nahm ab.

Damit in der Rus auch weiterhin Güte und Liebe herrschten, mußte man allen Verlockungen und Ausschweifungen der Welt entsagen. Einer solchen Verzichtleistung sind selbst die Rechtschaffenen nur mit Gottes großer Hilfe gewachsen. Und so wählt der Herr aus den Mitgliedern der Russischen Kirche die Geduldigsten und Frömmsten aus, gewährt. Er ihnen Seinen Schutz und Seinen Beistand und entsendet Er sie in die Tiefe der Erde. Sie werden die übermäßig schwere Bürde ihrer Nächsten mittragen und ihnen somit im Widerstreit mit dem Fürsten dieser Welt behilflich sein.

Im Jahre 1028 ließ sich der hl. Antonius in der Kiewer Höhle nieder. Sie hatte Metropolit Ilarion, als er noch Geistlicher in Berestowo war, ausgegraben, und er ist der erste Glaubenseiferer der heiligen Höhlengemeinschaft gewesen. 1032 kam auch der hl. Feodossius dorthin, aber der hl. Nikon lebte damals schon mit Antonius zusammen. "In der Höhle gab es drei große Leuchten, die durch Beten und Fasten die Finsternis des Bösen vertrieben, das waren der ehrwürdige Antonius, der selige Feodossius und der große Nikon", - bezeugt der ehrwürdige Nestor der Chronikschreiber. Aber ihr Licht drang damals nicht aus dem tiefen Gewölbe heraus - es war unsichtbar. Aber gerade dort wurde in der liebreichen Gegenwart des gekreuzigten Christus die eherne Feste der vollkommenen Christuskirche errichtet. Das dauerte beinahe zwanzig Jahre. In dieser Zeit kam aus Polen Moissei Ugrin, der Bruder des ermordeten Waffenträgers des hl. Fürsten Boris, zu ihnen hin; er hatte in seinem Leben vieles durchgemacht. Erst am Ende der Regierungszeit von Jaroslaw (er starb 1054) wurde durch Gottes Willen etwas über die Asketen bekannt, und zu ihnen führte der Heilige Geist dann auch noch andere von Christus Auserwählte hin. So scharten sich um den ehrwürdigen Antonius zwölf Brüder, sie legten eine weiträumige Höhle an und richteten in ihr eine Kirche und Mönchszellen ein. Und nun war die Zeit gekommen, in Gottes Licht hinauszutreten. Im Jahre 1056 ließ der erste Abt, Warlaam, außerhalb der Höhle eine kleine Kirche erbauen. Zur gleichen Stunde wurde verkündet, wie die Höhlengemeinschaft nach Gottes Willen beschaffen sein soll. Der hl. Antonius sagte: "Liebe Brüder, Gott hat uns versammelt, möge der Segen des Herrn und der Allerheiligsten Gottesgebärerin mit euch sein, lebt nun allein, ich aber werde weiterhin abgeschieden leben". Und der hl. Antonius schloß sich in einer Zelle ein, um jeglichen Widerspruchs zu entgehen. Bald darauf begann er eine neue Höhle zu graben, die sich unter dem später errichteten Höhlenkloster befindet - sie ist sozusagen sein unsichtbares, geistliches Fundament. Hatte sich der hl. Antonius aber, indem er sich zurückzog, dadurch von allen anderen getrennt? Nein, keinesfalls. Er führte das unterirdische, qualvoll schwere Leben der Gemeinschaft lediglich weiter. Die Brüder hingegen sollten bald danach an die Erdoberfläche zurückkehren und auf einer Anhöhe ein Kloster errichten. Das geschah 1062 nach einer Beratung des ehrwürdigen Feodossius (des zweiten Abtes nach Warlaam) und des ehrwürdigen Antonius, da die Anzahl der Mönche bis auf einhundert an gewachsen war. Der hl. Antonius hatte voller Freude seine Zustimmung gegeben. Und des weiteren ist Antonius im ganzen Klosterleben immer unsichtbar zugegen (manchmal auch sichtbar: er pflegt den kranken Isaaki). Als kurz vor seinem eigenen und vor Feodossius' Tod ( 1072 - 73) beschlossen wurde, eine große Kirche zu errichten, da fleht er Gott an, Er möge eine geeignete Stelle zeigen. Aber ebenso, wie der ehrwürdige Antonius weiterhin am irdischen Leben teilnimmt, so beteiligen sich auch viele Brüder am unterirdischen Dasein. Auch Feodossius selbst entfernt sich zeitweilig in das unterirdische Gewölbe und hält sich dort auch stets während der Großen Fasten auf. Nach ihm sind die Nahen Höhlen und nach Antonius die Fernen Höhlen benannt.

Die Gemeinschaft teilt sich sozusagen in das unterirdische Gewölbe und das irdische Kloster, die eine Hälfte ist in das Dunkel der Höhle getaucht, die andere aber tut der Welt ihr irdisches Leben kund. Die Welt zehrt an den Kräften der Kirche, sie muß unaufhörlich gegen deren Finsternis ankämpfen, aber aus dem unterirdischen Gewölbe strömt ihr neue Energie zu. Die beiden Stützen der Gemeinschaft - der ehrwürdige Antonius und der ehrwürdige Feodossius - sind unzertrennlich: der eine leitet die unterirdische Gemeinde und der andere - das sichtbare Kloster. Aber beide und auch alle Brüder sind geistig hier wie dort gegenwärtig. <...>

Daher hat das russische Volk die Erinnerung an das Kiewer Höhlenkloster als an eine hochbedeutsame Zeit des Volkslebens zwar bewahrt, aber niemand weiß wirklich, was sich dort zugetragen hat, oder er täuscht sich, wenn er Unwesentliches für das Wichtigste hält. Daß dem so ist, bezeugt auch das Heiligenbuch des Höhlenklosters. Sein erster Teil besteht aus Aufzeichnungen des ehrwürdigen Nestor, denn er hat das Heilige Leben im Kloster selbst miterlebt. Der zweite Teil wurde von Archimandrit Polikarp verfaßt. Er hat die Heiligenviten nach den Worten von Bischof Simon zusammengestellt, der das selige Leben im Kloster von eigener Erfahrung her kannte. Und zwischen "Nestors Zeugnis von den heiligen ersten Mönchen des Höhlenklosters, deren Leben er im ersten Teil beschrieben hat" (so ist dieses Kapitel des Heiligenbuches betitelt) und "dem Schreiben unseres Vaters Polikarp an den seligen Akindin, den Abt des Höhlenklosters; über dessen Heiligen" (so heißt das Kapitel, mit dem Polikarps Aufzeichnungen enden) ist geistig ein himmelweiter Unterschied zu sehen. Nestor spricht nur von der Liebe (von Wundern spricht er wenig) - die Liebe legt er dem Leben im Höhlenkloster zugrunde; Polikarp hingegen verliert kein einziges Wort über die Liebe, ihn setzen nur die Wunder - die "erhabenen Dinge", wie er sich ausdrückt, und die asketischen Großtaten in Erstaunen. Für Nestor ist die Erinnerung lieb und hold (dieser Ausdruck stammt von ihm), für Polikarp hingegen - schrecklich: "Ich habe mit dir darüber voller Angst und Verwirrung gesprochen". Wunder und strenge Askese ohne Besinnung auf die Liebe sind furchterregend".

http://www.russische-kirche-l.de/bibliothek/kloster/b-teil1-kl.htm

Kiewer Mariä-Himmelsfahrtshöhlenkloster

Das Kiewer Mariä-Himmelsfahrtshöhlenkloster gilt als eines der ältesten Klöster der Alten Rus. Der Mitarbeiter der Pilgerabteilung des Klosters, Oberdiakon Georgi Skuratowski berichtet:

„Die Lawra wurde 1051 gegründet. Ihr Gründer war der erste Mönch der Rus – der Heilige Antonius Petscherskij. Er wurde in Ljubetsch geboren. Dort grub er für sich die erste Klosterzelle, die bis jetzt erhalten geblieben ist. Er begab sich auf Athos, wo er sich als Mönch einkleiden ließ. Aber einmal offenbarte ihm Gott, dass Antonius auf dem russischen Boden das Mönchswesen gründen wird und dass er ihn nach Kiew schickt. Antonius fand in Kiew kleine Höhlen, wo er sich niederließ. Aber die Menschen sahen sehr schnell, dass unweit von ihnen ein Einsiedler lebt. Sie begannen ihn zu besuchen und sich dort niederzulassen, weil sie sahen, welche Wunder seine Gebete vollbringen. So entstand allmählich das Kloster.“

Die Erwähnungen des Klosters kann man auch in dem Denkmal von altrussischen Chroniksammlungen „Erzählungen der Jahre“ vorfinden. „Dort wird erzählt, dass die Gottesmutter selbst das Kloster beschützte“, unterstreicht Pater Georgi.

Die Reliquien sind ein besonderer Stolz des Kiewer Höhlenklosters. Heute werden in seinen Höhlen über 120 unverwesliche Reliquien von Heiligen aufbewahrt. Zu ihnen gehört Antonius Petscherski, der Chronist Nestor, der Held der russischen Volksagen Ilja Muromez. Sie alle ruhen in den nahen und fernen Höhlen – daher auch die Bezeichnung "Höhlenklosters".

Das Kloster verwandelte sich nach Jahrhunderten in ein einzigartiges architektonisches Ensemble, das wahrscheinlich in der Welt keine seinesgleichen hat. Das Kloster umfasst 15 Kirchen und Kathedralen, einige Schutztürme und zahlreiche andere verschiedenartige Bauten. Auf dem geräumigen Gelände des Klosters funktionieren ein geistliches Seminar und eine Akademie. Man bezeichnet die Hauptkathedrale des Klosters – die Mariä-Himmelfahrtskathedrale – auch heute als Urbild aller Klosterkirchen der Alten Rus. Sie wurde während des Zweiten Weltkrieges, im November 1941, von den deutschen Besatzungstruppen gesprengt und völlig vernichtet. Der Wiederaufbau der Kathedrale begann 1995. Erst 2000 wurden alle Restaurationsarbeiten beendet. Die Kathedrale wurde eingeweiht. Sie erstrahlte vor den Gläubigen so, wie sie von Meistern von Athos geplant und gebaut wurde.

„Es ist nicht verwunderlich, dass gerade das Kiewer Höhlenkloster auf der Liste der Perlen der GUS landete“, meint der Vorsteher der Alexander-Newski-Kirche bei der Moskauer staatlichen Hochschule für internationale Beziehungen, Oberpriester Igor Fomin.

„Die Lawra ist das flächenmäßig größte Kloster Russlands und der Ukraine. Sie liegt an dem wunderschönen Dnepr-Ufer. Das ist nicht nur eine historische Stelle, sondern auch ein großer Architektur- und Kulrurkomplex.“

Das Kiewer Höhlenkloster ist nicht nur in der Ukraine und Russland bekannt. Jedes Jahr kommen tausende und aber tausende Pilger aus Europa, Amerika und asiatischen Ländern hierher, um ein Stück der wahren russischen Orhodoxie, den Geist der Heiligen Rus für immer mitzunehmen. Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/2014_03_13/Kiewer-Hohlenkloster-eine-Perle-der-orthodoxen-Welt-6635/

http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/2014_03_13/Kiewer-Hohlenkloster-eine-Perle-der-orthodoxen-Welt-6635/

Kiev Pechersk Lavra

The Kiev Pechersk Lavra (In Ukrainian: Києво-Печерська лавра; in Russian: Киево-Печерская Лавра) is a major Orthodox monastery located in Kiev, Ukraine, also referred to as the Monastery of the Kiev Caves. Founded during the times of Kievan Rus' (1051 A.D.), the monastery has remained a major center of Orthodox Christianity in the Slavic world. The monastery also serves as the residence of Metropolitan Vladimir (Sabodan) of Kiev, head of the autonomous Church of Ukraine (UOC-MP).

History

The Venerable Anthony is credited with founding the monastery when he settled in one of the caves that is now part of the Far Caves (also called the Caves of Theodosius). This occurred most probably in the year 1051 which is the traditional date for the foundation of the Kiev-Pechersk Monastery. As the community grew to twelve monks new cells were excavated. Among those who joined Anthony in the early years were Theodosius and the Venerable Barlaam. In 1057, Anthony, who desired a life of seclusion, named Barlaam as the first hegumen (abbot) and withdrew from the community to new cave in a hill that today is part of the Near Caves (also called the Caves of Anthony).

During the early times when Theodosius was abbot (1062-1074), a wooden structure was built over the Far Caves and the brethren, whose number was reaching one hundred, moved out of the caves. As the monastery grew the need for rules that would govern the life of the community was recognized. Theodosius decided to use the statute of the Studion Monastery in Constantinople as the model for the Caves monastery's rules and sent one of his monks to Constantinople to obtain a copy. Meanwhile, Metr. George arrived in Kiev accompanied by a monk from the Studion Monastery who provided a copy of the monastic statute to the monastery. The Statute of the Pechersk Monastery was then drafted on the basis of these two versions from the Studion.

The monastery was supported generously by the princes and boyars of Kiev, who donated not only money but land and buildings as well. Also, many of the educated men of the area became monks at the monastery as it became the largest religious and cultural center of Kievan Rus'. Of these monks twenty became bishops during the twelfth and thirteenth centuries.

In the mid 1070s the center of the monastery began to move to the area of the present Upper Lavra with the building of the Dormition Cathedral. In time the Near and Far Caves became places of seclusion for the monks and burial places for the monastery brethren, In 1073, Anthony became the first burial in the Near Caves, followed in 1074 with the burial of Theodosius in the Far Caves.

During the ensuing years the monastery was raided several times. Significant raids included one in 1096 by the Cumans, in 1169 by Andrei Bogoliubsky of Vladimir-Suzdal, and in 1203 by Prince Riuik Rostislavich. In 1240, the invading hordes of the Tatars, led by Baty-Khan, came through Kiev, destroying the city and the monastery. During the times of Tatar occupation the monks moved into the caves, to remain there for a long time. After each raid the churches and buildings would be replaced and the system of underground caves and catacombs would be expanded. In 1470 the monastery was rebuilt again by Prince Semen Olelkovich, but was once again destroyed by Tatars in 1482.

From these times until the end of the sixteenth century little documentation remains as historical source material as records were destroyed during each raid. Beginning in the sixteenth century, reports by travelers provide descriptions of the caves and the monastic life then practiced at the monastery. These reports noted the length of the underground caves, whose entries resemble entrances to mines, and which also noted that liturgy was celebrated in the two underground churches every Saturday. By the late sixteenth century the monastery had once again recovered. At this time it was granted stavropegial status by the Patriarch of Constantinople. This freed the monastery from the control of the metropolitan of Kiev. The monastery was also granted the status of a lavra.

Following the Union of Brest-Litovsk in 1596, those who supported the union and became Greek Catholics made an effort to gain control of the lavra, but the Orthodox prevailed and retained control. The Kievan Cave Monastery Press, the first printing press in Kiev, was established at the monastery in 1615 by Archimandrite Yelisei Pletenentsky. The monastery was further restored and improved by Archimandrite Peter Mogila, later metropolitan, who in 1631 opened the Kiev-Pechersk Monastery school with a "western" curriculum. This school was, in 1632, combined with the Kiev Epiphany Brotherhood School into a college that later became the Kiev Mogila Academy. In 1688, the Lavra was subordinated directly under the Moscow patriarchate, but still with its stavropegial status.

A major fire in 1718 severely damaged the monastery. The main church and the printing house, with the library and archives, was destroyed. Restoration of this damage took ten years. In 1720, Peter I’s government prohibited printing of new books and imposed synodal censorship on all publications from the monastery. This severely limited the monastery’s cultural influence.

By this time, the lavra was large and had acquired much wealth. The heart of the monastery remained the two underground labyrinths of tunnels, cells, and catacombs, from which the name of the monastery is derived and in which monks lived and were buried. But, the extent of the lavra grew beyond that. It owned three cities, seven towns, some 200 villages and hamlets, and about 70.000 serfs. It also owned eleven brickyards, six foundries, over 150 distilleries, over 150 flour mills, and about 200 taverns. This ended in 1786 when the Russian government secularized the property and made the lavra dependent upon the state.

At the same time the government changed the organization of the monastery by abolishing the monastery's custom of electing the council of elders, the monastery’s governing body. Thereafter the council was appointed by the Metropolitan of Kiev. The metropolitan also became the archimandrite of the monastery with his residence within the monastery’s grounds. A trend toward Russification of the monastery began in the late eighteenth century and continued in time.

In the early twentieth century, before the Bolsheviks' assumption of power, Dormition Kiev-Pechersk Lavra was the residence of over one thousand monks. It was one of the most famous centers of religious life in the Orthodox world, visited each year by hundreds of thousands of pilgrims. The monastery was renowned for the relics of many saintly monks who had been glorified in 1643 under Metr. Peter Mogila. This changed after the Soviets assumed control of the government in late 1917.

Changes by the Soviet authorities began in 1921. Initially, the authorities confiscated the relics and historical and artistic objects that belonged to the monastery. Buildings were converted to commercial and other uses. Many of the monastery's monuments were combined into a museum, the Lavra Museum of Religious Cults and Way of Life, that also contained collections from other museums in Kiev. After closing down the monastery completely in 1926, the Soviet government first turned the grounds into a museum preserve, the All-Ukrainian Museum Quarter, that consisted of a number of museums which emphasized anti-religious propaganda, and included archives, libraries, and workshops before closing the Quarter in 1934 and transferring the collections to new museums in Kiev. All the bells were removed by the Soviet authorities during the period 1931 to 1932.

During World War II (the Great Patriotic War) the Soviet army mined the Holy Dormition Cathedral before the advancing Nazi forces. The explosives were, then, detonated after the Nazi forces had occupied Kiev on November 3, 1941 severely damaging the cathedral. After the war the lavra grounds were restored and renamed the Kievan Cave Historical-Cultural Preserve, which housed a number of museums and institutions. Also, a functioning monastery of about one hundred monks was allowed to operate until 1961.

As the atheistic times began to wane in the 1980s, the Soviet government transferred in 1988 the area of the Lower Lavra, with the Far Caves, to the possession of the Ukrainian Exarchate of the Church of Russia in commemoration of the one thousandth anniversary of the Baptism of Rus'. With the return of the Lavra to the Church the monastic and spiritual life was slowly restored. During 1998 to 2000 the city of Kiev rebuilt the Holy Dormition Cathedral and returned it to the Church. As new monks have joined elderly monks who have returned to the Lavra, the cycle of services has been re-established, building on the primary duty of the monk of never ceasing prayer.

Churches of the Lavra

The Dormition of the Most-Holy Theotokos Cathedral is the Lavra's principal place of worship. Other churches are as follows:

Datei:03-Pecherska-StsAnthony-and-Theodosius-Trapeza-Church.jpg
Trapeza Church (of Sts. Anthony and Theodosius of Pecherska)
Church of the Nativity of Christ (an underground church in the Far Caves)
Church of the Nativity of the Theotokos
Church of the Presentation of the Most-Holy Theotokos (an underground church in the Near Caves)
Church of the Annunciation (an underground church in the Far Caves)
Church of the Trinity
Church of the Elevation of the Cross built 1700 - 1704
Church by Conception of St Anna
Church of All Saints
Church of the Venerable Fathers Anthony and Theodosius
Church of the Synaxis of All Saints of Pechersk
Church of the Synaxis of the Saints

Administration

His Beatitude Vladimir, Metropolitan of Kiev and All Ukraine, was the Archimandrite and Abbot of the Lavra since 1992 when he became the Primate of the Ukrainian Orthodox Church until his death in 2014. His Eminence Pavel, Archbishop of Vyshgorod and Vicar of Kiev Metropolia, has been the Superior of the Lavra since 1994.

The Lavra is also the site of the Kiev Theological Academy and Seminary which revived its activities in 1989.

External links

https://orthodoxwiki.org/Monastery_of_the_Kiev_Caves


Lavra Peșterilor din Kiev

https://ro.orthodoxwiki.org/M%C4%83n%C4%83stirea_Pe%C8%99terilor_din_Kiev_(Ucraina)

Lavra Peșterilor din Kiev (în ucraineană: Києво-Печерська лавра; în rusă: Киево-Печерская Лавра) este o mănăstire ortodoxă importantă situată în Kiev, Ucraina, cunoscută și sub numele de Mănăstirea Peșterilor Kievului. Fondată în vremea Rusiei Kievene (1051 d.Hr.), mănăstirea a rămas un centru major al creștinismului ortodox din lumea slavă. În plus, mănăstirea este reședința Mitropolitului Onufrie (Berezovski) de Kiev, întâistătătorul Bisericii Ucrainei (Patriarhia Moscovei).

Istoric

Cuviosul Antonie este considerat fondatorul mănăstirii, pentru că s-a stabilit într-una din peșterile care acum este parte a a Peșterilor din Depărtare (cunoscute și ca Peșterile lui Teodosie). Acestea s-au întâmplat, cel mai probabil, în anul 1051, care este considerată data fondării mănăstirii. Când comunitatea a ajuns la doisprezece călugări, au fost săpate în stâncă noi chilii. Printre cei care, în primii ani, i s-au alăturat lui Antonie s-au aflat și Sf. Teodosie și Cuviosul Valaam. În 1057, Antonie, care dorea o viață de schimnic, l-a numit pe Valaam egumen (stareț) și s-a retras din comunitate într-o peșteră dintr-un deal care acum este parte a Peșterilor de Aproape (numite și Peșterile lui Antonie).

În vremurile de început, când Teodosie era stareț (1062-1074), a fost construită o clădire din lemn deasupra Peșterile de Departe, iar frații, al căror număr se apropia de o sută, s-au mutat afară din peșteri. Pe măsură ce mănăstirea creștea, a apărut necesitatea unei noi reguli mănăstirești. Teodosie a hotărât să folosească regula Mănăstirii Studion din Constantinopol ca model pentru rânduiala mănăstirii Peșterilor și a trimis un călugăr la Constantinopol ca să aducă o copie a acesteia. În acest timp, Mitropolitul Gheorghe a ajuns la Kiev împreună cu un călugăr din Mănăstirea Studion, care i-a dat o copie a regulii monahale a acesteia. Regula Mănăstirii Peșterilor a fost apoi schițată după aceste două copii.

Mănăstirea a fost cu generozitate sprijinită de prinții și boierii din Kiev, care au donat nu doar bani, ci și pământ și clădiri. În plus, mulți oameni educați din zona înconjurătoare au devenit călugări la această mănăstire, făcând-o să devină cel mai mare centru religios și cultural din Rusia Kieveană. Dintre acești călugări, doisprezece au devenit episcopi de-a lungul secolelor XII și XIII.

La mijlocul anilor 1070, centrul mănăstirii a început să se mute în zona cunoscută în prezent ca Lavra de Sus, unde se găsește și Catedrala Adormirii Maicii Domnului. Cu timpul, Peșterile de Departe și de Aproape au devenit locuri de retragere și de înmormântare pentru frații din mănăstire. În 1073, Antonie a fost primul înmormântat în Peșterile de Aproape, urmat în 1074 de Teodosie, care a fost înmormântat în Peșterile de Departe. Potrivit tradiției, atât Sf. Antonie cât și Sf. Teodosie și-au cunoscut dinainte sfârșitul și s-au retras în peșteri, care s-au închis în urma lor, moaștele celor doi sfinți nefiind niciodată găsite, în ciuda strădaniilor monahilor.

În anii următori, mănăstirea a fost atacată de câteva ori. Raiduri importante au fost cele lansate în 1096 de cumani, în 1169 de Andrei Bogoliubov (Iubitorul de Dumnezeu) din Vladimir-Suzdal și în 1203 al Prințului Riurik Rostislavici. În 1240, hoardele invadatoare ale tătarilor, conduși de hanul Batu, au invadat Kievul, distrugând orașul și mănăstirea. În timpul ocupației tătare, călugării s-au mutat în peșteri și au rămas acolo pentru mai mult timp. După fiecare raid, bisericile și clădirile au fost reconstruite, iar sistemul de peșteri și catacombe lărgit. În 1470, mănăstirea a fost reconstruită de către Prințul Simeon Olelkovici, dar a fost iarăși distrusă de tătari în 1482.

În anii următori, mănăstirea a fost atacată de câteva ori. Raiduri importante au fost cele lansate în 1096 de cumani, în 1169 de Andrei Bogoliubov (Iubitorul de Dumnezeu) din Vladimir-Suzdal și în 1203 al Prințului Riurik Rostislavici. În 1240, hoardele invadatoare ale tătarilor, conduși de hanul Batu, au invadat Kievul, distrugând orașul și mănăstirea. În timpul ocupației tătare, călugării s-au mutat în peșteri și au rămas acolo pentru mai mult timp. După fiecare raid, bisericile și clădirile au fost reconstruite, iar sistemul de peșteri și catacombe lărgit. În 1470, mănăstirea a fost reconstruită de către Prințul Simeon Olelkovici, dar a fost iarăși distrusă de tătari în 1482.

După Unirea de la Brest-Litovsk din 1596, aceia care au sprijinit unirea și au devenit greco-catolici au încercat să preia controlul lavrei, dar ortodocșii au câștigat și au păstrat controlul. Tiparnița Mănăstirii Peșterilor Kievului, primul tipar din Rusia, a fost înființată în mănăstire în 1615 de către Arhimandritul Elisei Pletenențki. Ulterior, mănăstirea a fost restaurată și mărită de către Arhimandritul Petru Movilă, devenit apoi mitropolit, care în 1631 a înființat școala Mănăstirii Kievo-Pecerska, cu o programă de inspirație occidentală. În 1632, această școală a fost combinată cu Școala Comunității Epifaniei din Kiev într-un singur colegiu care mai târziu a devenit Academia Teologică Kieveană "Petru Movilă". În 1688, Lavra a fost trecută în subordinea directă a Patriarhiei Moscovei, dar și-a păstrat statutul de stavropighie.

Un incendiu major a avut loc în 1718 cu un impact devastator asupra mănăstirii. Biserica principală și tipografia au fost distruse, o dată cu biblioteca și arhivele. Reparațiile ulterioare au durat zece ani. În 1720, guvernul lui Petru I a interzis publicarea de cărți noi și a impus cenzura sinodală pentru orice publicație a mănăstirii. Acest lucru a redus semnificativ influența culturală a mănăstirii.

În această perioadă, lavra era foarte mare și acumulase numeroase bogății. Centrul mănăstirii era format din cele două labirinturi de peșteri, chilii, catacombe din care derivă și numele mănăstirii și în care au trăit și au fost înmormântați călugării. Dar lavra s-a extins mult mai mult. Avea în proprietate trei orașe, șapte orășele, aproximativ 200 de sate și cătune și aproape 70.000 de șerbi. De asemenea, stăpânea unsprezece cărămidării, șase turnătorii de fier, peste 150 de distilerii, peste 150 de mori de făină și aproape 200 de cârciumi. Toate acestea au fost naționalizate de guvernul rus în 1786, ceea ce a făcut mănăstirea dependentă de stat.

În aceeași perioadă, guvernul a schimbat organizarea mănăstirii, abolind tradiția alegerii Sfatului bătrânilor, corpul care conducea mănăstirea. Din acest moment, mitropolitul de Kiev desemnează personal membrii Sfatului bătrânilor. În plus, mitropolitul devenea și arhimandritul mănăstirii, cu reședința în interiorul mănăstirii. Începând cu secolul al XVIII-lea a început rusificarea mănăstirii.

La începutul secolului XX, înainte ca bolșevicii să preia puterea, Lavra Adormirii Kievo-Pecerska adăpostea peste o mie de călugări. Era una dintre cele mai faimoase centre ale vieții monahale din lumea ortodoxă, vizitată în fiecare an de sute de mii de credincioși. Mănăstirea era renumită pentru moaștele multor sfinți monahi canonizați de mitropolitul Petru Movilă în 1643.

Toate acestea s-au schimbat după revoluția bolșevică de la sfârșitul anului 1917. Primele schimbări aduse de autoritățile sovietice au avut loc în 1921. Inițial, autoritățile au confiscat moaștele sfinților și obiectele artistice și cu valoare istorică ce aparțineau mănăstirii. Clădirile au primit destinații comerciale sau laice. Mai multe monumente aparținând mănăstirii au format un muzeu, Muzeul de Viață și Slujire Religioasă al Lavrei, care includea și colecții din alte muzee din Kiev. După închiderea completă a mănăstirii în 1926, guvernul sovietic a transformat-o într-un muzeu-depozit, componentă al Muzeului Întregii Ucraine, constituit din mai multe muzee care puneau accentul pe propaganda anti-religioasă și care cuprindeau arhive, biblioteci și ateliere, colecția fiind închisă în 1934, când colecțiile au fost transferate către noile muzee din Kiev. Toate clopotele mănăstirii au fost înlăturare de oficialitățile sovietice în 1931-1932.

În timpul celui de-Al Doilea Război Mondial, armata sovietică, în fața avansului trupelor naziste, a minat Catedrala Sfintei Adormiri. Explozibilul a fost apoi detonat după ce naziștii au ocupat Kievul în 3 noiembrie 1941, deteriorând grav catedrala. Clopotnița mare a mănăstirii, cea mai înaltă clădire din Kiev la acea vreme, a fost și ea afectată de suflul exploziei. După război, clădirile Lavrei au fost restaurate și redenumite Rezervația Cultural Istorică a Peșterilor Kievului, adăpostind câteva muzee și instituții. De asemenea, a fost permisă până în 1961 redeschiderea aici a unei mănăstiri cu aproape o sută de călugări.

Prin anii 1980, ateismul a început să slăbească, iar guvernul sovietic a transferat în 1988 zona Lavrei Inferioare împreună cu Peșterile de Departe în posesia Exarhatului Ucrainean al Bisericii Rusiei, cu ocazia comemorării a o mie de ani de la Botezul rușilor. Lavra de Jos a fost restituită Bisericii Ortodoxe, iar viața monastică și spirituală a renăscut treptat. Călugări tineri s-au adăugat monahilor bătrâni care s-au reîntors în Lavră, ciclul slujbelor a fost reluat, iar întâia îndatorire a călugărilor, rugăciunea neîncetată, a reînceput.

Lavra de Sus, cu Catedrala Adormirii Maicii Domnului a rămas în proprietatea statului și funcționează în continuare ca muzeu, în afara orelor în care în biserică au loc slujbe, mănăstirea având bisericile de aici doar în folosință.

Bisericile Lavrei

Catedrala Adormirea Prea Sfintei Născătoare de este locul principal de rugăciune al mănăstirii, la care se adaugă mai multe alte biserici:

Biserica Nașterii Domnului (o biserică subterană din Peșterile de Departe)
Biserica Nașterii Maicii Domnului
Biserica Intrării în Biserică a Maicii Domnului (o biserică subterană din Peșterile de Aproape)
Biserica Buneivestiri (o biserică subterană din Peșterile de Departe)
Biserica Sfintei Treimi
Biserica Înălțării Sfintei Cruci, construită între 1700 - 1704
Biserica Zămislirii Sfintei Ana
Biserica Tuturor Sfinților
Biserica Cuvioșilor Părinți Antonie și Teodosie
Biserica Soborului Sfinților de la Pecerska
Biserica Soborului Tuturor Sfinților

Administrare

  • Preafericitul Vladimir, Mitropolit al Kievului și Întregii Ucraine a fost arhimandrit și stareț al Lavrei din 1992 când a devenit Întâistătătorul Bisericii Ortodoxe Ucrainene, până la moartea sa (2014) și este îngropat lângă paraclisul universitar.
  • Înaltpreasfințitul Pavel, Arhiepiscop de Vișgorod și Vicar al Mitropoliei Kievului a devenit superiorul Lavrei din 1994.

De asemenea, Lavra este sediul Academiei Teologice din Kiev care și-a reînceput activitatea în 1989.

Legături externe

https://ro.orthodoxwiki.org/M%C4%83n%C4%83stirea_Pe%C8%99terilor_din_Kiev_(Ucraina)

Laure des Grottes de Kiev

https://fr.orthodoxwiki.org/Laure_des_Grottes_de_Kiev_(Ukraine)

La Laure des Grottes de Kiev (en ukrainien : Києво-Печерська лавра, en russe : Киево-Печерская лавра) est un important monastère situé dans la ville de Kiev en Ukraine.

Elle se trouve dans la juridiction de l'Église d'Ukraine (Patriarcat de Moscou) et est le lieu de résidence de son primat.

Histoire

Le monastère trogloditique fut fondé en 1051 par les moines venant de Mont Athos en Grèce, Saint Antoine l'Athonite et Saint Théodose. Il devint par la suite un centre important de l'orthodoxie dans la Rus' de Kiev.

Patrimoine artistique

L'ensemble architectural de la laure des Grottes de Kiev est inscrit sur la Liste du patrimoine mondial de l'Organisation des Nations unies pour l'éducation, la science et la culture (Unesco) depuis 1990.

Liens internes

https://fr.orthodoxwiki.org/Laure_des_Grottes_de_Kiev_(Ukraine)