Benutzer:Christian/Altkirchenslawisch

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Altkirchenslawisch ist die ältest belegte slawische Schriftsprache. Ihre Eigenbezeichnung lautet словѣньскъ ѩзыкъ (= slověnьskъ językъ), was ‚slawische Sprache‘ bedeutet.

Indogermanisch

Das Altkirchenslawische gehört wie das Slawische dem Indogermanischen an, der heute sprecherreichsten Sprachfamilie der Welt mit etwa drei Milliarden Muttersprachlern. Indogermanisch[1] entstand begrifflich 1810 als langues indo-germaniques[2] aus der künstlichen Verbindung von zwei der damals bekannten Sprachen dieser Gruppe, dem Altindischen als der damals südöstlichsten und dem Germanischen als der nordwestlichsten.[3] Im Deutschen wird dieser Begriff seit 1823 benutzt[4].

Anmerkungen

  1. international wird der 1833 durch Franz Bopp (* 14. September 1791 in Mainz; † 23. Oktober 1867 in Berlin), dem Begründer der Indogermanistik, geprägte Begriff indoeuropäisch bevorzugt: Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Zend, Griechischen, Lateinischen, Litauischen, Gotischen und Deutschen. (Berlin 1833–52, 6 Bde.)
  2. vom dänisch-französischen Geografen Conrad Malte-Brun (1775–1826) eingeführt in seinem Werk: Précis de la Géographie universelle. Band 1: Ou description de toutes les parties du monde, sur un plan nouveau, d’apres les grandes divisions naturelles du globe …, F. Buisson, Paris 1810, S. 577.
  3. inzwischen werden mit dem Tocharischen (ehemals im Tarimbecken in Westchina gesprochen, der mit über 1.000.000 km² Fläche die größte Beckenlandschaft in Zentralasien) eine östlichere und mit dem Keltischen (Adolphe Pictet: De l'affinité des langues celtiques avec le Sanscrit. 1837) eine westlichere Sprache zum Indogermanischen gerechnet, ohne dass sich die Bezeichnung etwa in Tocharokeltisch geändert hätte (dies dürfte auch an der weitverbreiteten Unwissenheit über das ausgestorbene Tocharische wie auch an der Einbürgerung des Begriffs liegen)
  4. Heinrich Julius Klaproth (* 11. Oktober 1783 in Berlin; † 28. August 1835 in Paris) in seiner Asia polyglotta (Paris 1823, nebst Sprachatlas)