Basilios der Wundertäter von Ostrog

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Schrein mit seinen Reliquien im Kloster Ostrog.

Gedächtnis: 29. April

Der heilige Vasilije (Basileios) von Ostrog wurde am 28. Dezember 1610 als Stojan Jovanović in Mrkonjići, Popovo Polje bei Trebinje, geboren. Er war der Sohn des Petar und der Ana (Anastasija) Jovanović, einer einfachen, gottesfürchtigen Familie. Von Jugend an war er erfüllt mit der Liebe für die Kirche Gottes, und als er die Reife erreichte, trat er in das Kloster der Entschlafung der Allheiligen Gottesgebärerin in Trebinje ein. Dort empfing er die Mönchsweihe. Als Mönch wurde er bald für sein echtes und außergewöhnliches asketisches Leben bekannt. Der hl. Vasilije nahm immer neue asketische Mühen auf sich, jede schwerer und schwieriger als die vorige.

Später wurde er gegen seinen Willen zum Bischof von Zahumlje und Skenderija geweiht. Als Hierarch lebte er zuerst im Kloster Tvrdoš und stärkte von dort aus als guter Hirte seine Herde im orthodoxen Glauben, wobei er sie vor den Grausamkeiten der Türken und den listenreichen Methoden der Lateiner bewahrte. Als Vasilije von seinen Feinden sehr bedrängt und Tvrdoš von den Türken zerstört wurde, zog er sich nach Ostrog zurück, wo er ein strenges asketisches Leben führte und seine Herde durch seine unablässigen und innigen Gebete schützte.

In unseren Tagen wurde auf den Ruinen des alten Klosters von Tvrdoš von Nikola Runjevac aus dem Dorf Poljica nahe Trebinje eine Kirche gebaut: eine wundervolle und herrliche, monumentale Kirche (Zadužbina) vor Gott und vor Seinem Volk. Der hl. Vasilije entschlief in Frieden im Herrn am 29. April 1671. Er hinterließ Reliquien, die bis heute unverwest und wundertätig geblieben sind. Die Wunder am Grab des hl. Vasilije sind ohne Zahl. Christen und Moslems kommen gleichermaßen zu seinen Reliquien und erlangen Heilung von ihren schwersten Krankheiten und Gebrechen. Eine große Zahl an Menschen pilgert alljährlich zum Pfingstfest dorthin.

Quellen:

Gebete

Troparion (4. Ton)

Von Deiner Jugend an widmetest Du Dich ganz dem Herrn, schweigend im Gebet, in Arbeit und im Fasten. O Vater, Gottergebener, ein Beispiel an Tugend warst Du für Deine Herde. Gott, Der Deine Tugendhaftigkeit sah, erhob Dich darum zu einem Hirten und würdigen Hierarchen Seiner Kirche, und nach Deinem Heimgang bewahrte Er deinen Körper in Unverweslichkeit. O heiliger Vasilije, und so wie Du ohne Furcht warst, bitte Du Christus unseren Gott, dass Er errette unsere Seelen.

Kondakion (8. Ton)

Von Jugend an hast du dich ganz dem Herrn verschrieben, durch Fasten und Wachen hast du deinen Leib gezähmt, du Weiser, und wurdest ein ehrwürdiges Gefäß des Allheiligen Geistes. Darum setzte dich der Herr als Hirten Seiner Kirche, die du gut geweidet hast. So bitten wir dich, da du nun zu dem Herrn gegangen bist, den du geliebt hast: Gedenke auch unser, die wir mit Glauben dein heiliges Gedächtnis ehren, und wir rufen dir zu: Freue dich, allverherrlichter Vater Vasilije!