Arsenij (Schilowsky), Archimandrit

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Archimandrit Arsenij (Schilowsky)

Archimandrit Arsenij (Nikolaj Nikolaevič Schilowsky) stammte aus einer Priesterfamilie an der Kathedrale von Smolensk; er wurde am 2. Mai 1894 in Smolensk als Sohn eines Pädagogen (später mitratragender Erzpriester Nikolaj Pavlovič Schilowsky) geboren.

Er beendete die Geistliche Lehranstalt (in Warschau und Novgorod).
1916 beendete er das Novgoroder Geistliche Seminar (6 Klassen - Rektor des Seminars war zu jener Zeit der spätere Patriarch Aleksij I.). Nach Abschluss des Seminars trat er in die juristische Fakultät der staatlichen Universität Jaroslavl' ein und studierte dort zwei Jahre.
Erzbischof Arsenij (Stadnickij) weihte ihn in der Sophienkathedrale von Novgorod zum Lektor.
Am 9. August 1918 wurde er von Erzbischof Kirill (Smirnov) zum Diakon geweiht.
Am 10. August 1918 empfing er vom Bischof von Kozlovsk Pavel (Pospelov) die Priesterweihe und wurde der Christi-Verklärungskirche der Stadt Elat'ma zugeteilt.
1919 wurde er auf Beschluss des Diözesanrates in einer geheimen Abstimmung zum Dekan des 1. Stadtkreises gewählt.
Am 5. Juni 1919 wurde er auf eigenes Ersuchen durch Bischof Zinovij (Drozdov) in die Christi-Verklärungskirche der Stadt Spassk versetzt.
Auf Grund seiner Bewerbung wurde er bei der Abstimmung in der Allgemeinen Versammlung mit Mehrheit der Stimmen aus 22 Kandidaten ausgewählt und der Dreifaltigkeitskirche und der Kirche der Ikone der Mutter Gottes von Kazan' in Sasovo (Gebiet Moskau) zugeteilt.
Am 13. Mai 1935 wurde er in der Kathedrale zu den hl. Boris und Gleb in der Stadt Rjazan' von Erzbischof Juvenalij (Maslovskij) zum Erzpriester erhoben.
Am Osterfest 1938 erhielt er durch den Metropoliten von Moskau und Kolomna Sergij (Stragorodskij) das Recht, die Palica zu tragen.
1940 wurde er auf Bitte der Delegation des Kirchenrates und der Gläubigen vom Erzbischof von Dmitrov Sergij (Voskresenskij) als Pfarrer in die Mariä-Schutz-Kirche der Stadt Ržev versetzt.
Mit seiner Übersiedlung nach Smolensk und nach Wahl durch den Klerus wurde er Dekan und Pfarrer der Kathedrale von Smolensk.
Er unterrichtete an den Diözesankursen für Theologen Kirchengeschichte und Religion.
Nach einer Evakuierung im 2. Weltkrieg kam er nach Wilna unter die Leitung des Metropoliten Sergij (Voskresenskij).
Aufgrund einer Resolution des Metropoliten von Wilna und Litauen Sergij (Voskresenskij), wurde er am 2. November 1943 in die Bruderschaft des Klosters zum Heiligen Geist aufgenommen und er wurde mit der Durchführung der Treby (Sakramentenspendung, Segnungen, Feier von Andachten) in der Stadt Vilnius beauftragt.
Am 25. November 1943 empfing er durch den Metropoliten von Wilna und Litauen Sergij (Voskresenskij) in der Höhlenkirche des Heiligen Geistklosters in Wilna die Mönchsweihe mit dem Namen Arsenij.
Am 29. November 1943 wurde der Priestermönch Arsenij zum stellvertretenden Dekan ernannt. Gleichzeitig wurde ihm die zeitweilige Erfüllung der Aufgaben des Ökonomen des Heiligen Geistklosters übertragen.
Am 14. Jänner 1944 wurde er durch den Bischof von Kovno Daniil (Juzv'juk) zum Abt und am 16. Jänner 1944 durch den Metropoliten von Wilna und Litauen Sergij (Voskresenskij) zum Archimandriten erhoben.
Am 25. März 1944 wurde er durch Verordnung des Metropoliten von Wilna und Litauen zum Dekan des Heiligen Geistklosters von Wilna ernannt. Er war auch Mitglied des Diözesanrates von Litauen.
Während seines Aufenthaltes in Diözesanangelegenheiten in Kovno wurde er zusammen mit dem Bischof von Kovno und anderen Geistlichen nach Gablonc evakuiert, wo er seinen Priesterdienst erfüllte und Dekan beim Erzbischof war.
Mit seiner Ankunft in Prag versah er seinen Dienst bei Bischof Sergij (Korolev) bis zu seiner Bestellung nach Wien.
Am 15. Februar 1946 wurde er durch Seine Heiligkeit den Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus' Aleksij I. zum Dienst an der Gemeinde des hl. Nikolaus in Wien bestellt.
Auf Beschluss des Heiligen Synods vom 27. Dezember 1950 wurde das Dekanat des Moskauer Patriarchats in Österreich stauropegial. Dekan und Pfarrer war seit dieser Zeit Archimandrit Arsenij.
Am 20. Mai 1956 wurde Archimandrit Arsenij vom Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus' Aleksij I. mit dem Recht des Tragens von zwei Brustkreuzen ausgezeichnet.
Am 13. April 1962 wurde das Dekanat in Österreich auf Beschluss des Heiligen Synods zur Diözese erhoben und in das Mitteleuropäische Exarchat des Moskauer Patriarchats eingegliedert.
Vom 15. Oktober 1963 an war Archimandrit Arsenij im Ruhestand.

Er starb am 26. September 1969 und ist in der russischen Abteilung des Wiener Zentralfriedhofes beigesetzt.

Sein Sohn Viktor Schilowsky, war als Erzpriester ebenfalls an der Wiener Nikolaus-Kathedrale tätig.


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Nikolsobor.Org