Andrei Saguna, Metropolit von Siebenbürgen

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Reliquienschrein des Heiligen in der Kathedrale von Sibiu

Gedächtnis: 30. November

Der heilige Hierarch Andrei wurde am 20. Dezember 1808 in Miskolc (Ungarn) geboren und erhielt bei der Taufe den Namen Anastasiu. Er entstammte der Volksgruppe der Aromunen. Nach dem Studium der Philosophie und der Rechtswissenschaften in Budapest sowie der Theologie in Vârșeț trat er als Novize in das Kloster Hopovo ein, wo er am 24. Oktober 1833 unter dem Namen Andrei das Mönchsgewand empfing und im Februar 1834 zum Hierodiakon geweiht wurde.

Er war Professor am Theologischen Seminar in Karlowitz und Sekretär des dortigen Erzbischöflichen Konsistoriums (ab 1834), wurde am 29. Juni 1837 zum Hieromönch geweiht, zum Protosingel ernannt und wirkte als Administrator (Stellvertreter) des Abtes in den Klöstern Iazac (1838) und Bešenovo (1841).

Ab 1842 war er Archimandrit und Abt des Klosters Hopovo. Nach 1842 wirkte er eine Zeitlang als Professor am rumänischen Zweig des Theologischen Seminars in Vršac und zugleich als Mitglied des Eparchialkonsistoriums von Vršac. Ab 1845 war er Abt des Klosters Kovilj.

Am 15./27. Juni 1846 wurde er zum Generalvikar der Eparchie Siebenbürgen mit Sitz in Sibiu (Hermannstadt) ernannt. Am 2. Dezember 1847 wurde er zum Bischof von Siebenbürgen gewählt; die Wahl wurde am 5. Februar 1848 bestätigt und am 18./30. April 1848 empfing er in Karlowitz die Bischofsweihe.

Am 12./24. Dezember 1864 wurde er zum Erzbischof und Metropoliten der wiedererrichteten Metropolie von Siebenbürgen erhoben. Am 28. Juni 1873 entschlief er in Sibiu und wurde in Rășinari bestattet. In die Geschichte ist er als unermüdlicher Verteidiger der Rechte der Orthodoxen in Siebenbürgen eingegangen.

Am 21. Juli 2011 wurde er vom Heiligen Synod der Rumänisch-Orthodoxen Kirche verherrlicht. Im Oktober 2011 wurden die Gebeine des hl. Andrei Șaguna aus dem Mausoleum in Rășinari in die Metropolitankathedrale in Sibiu übertragen. Die feierliche Proklamation erfolgte am 30. Oktober 2011 in Alba Iulia.

Reliquien

Seine Reliquien befinden sich in der Kathedrale zur Heiligen Dreiheit in Sibiu.

im deutschsprachigen Raum können in folgenden Kirchen Reliquien des Heiligen verehrt werden:

  • rumänisch orthodoxe Kirchengemeinde Mariä Verkündigung in München (Deutschland)

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Gebete

Troparion (4. Ton)

Weiser Verteidiger der orthodoxen Rumänen, gelehrter Hirte Siebenbürgens und großer Lehrmeister des kirchlichen Lebens, heiliger Hierarch Andrei, bitte Christus Gott, unsere Seelen zu retten.

Kondakion (8. Ton)

Denjenigen, der unter den Hierarchen der rechtgläubigen Kirche ein Wächter der Wahrheit und ein Förderer der rumänischen Kultur war, den Heiligen Andrei von Siebenbürgen, sollen wir gebührend preisen, denn er hat sich als unerschöpfliche Schatzkammer erwiesen, ein Fenster, durch das uns das Licht des Himmels erreicht, und eine gesegnete Hand, durch die Gott dem rumänischen Volk auserwählte Gaben schickt; lasst uns dem großen Hirten, dem Getreuen, zurufen: Freue dich, heiliger Andrei, weiser Hierarch Christi!

aus dem Rumänischen übersetzt