Russische Orthodoxe Kirche im Ausland: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Russische Orthodoxe Kirche im Ausland''' (ROKA, auch russische Exilkirche, Kirche von Karlowitz), vor allem vor der Wiedervereinigung mit dem Moskauer Patriarchat. Die ROKA ist nach der Oktoberrevolution und dem Bürgerkrieg von russisch-orthodoxen Christen außerhalb der Sowjetunion gegründet worden. Sie entstand aus Gemeinden von Flüchtlingen, die Russland wegen der kommunistischen Christenverfolgung verlassen mussten. 1921 zog die ROKA-Hauptleitung mit Zustimmung des Serbischen Patriarchen nach Sremski Karlovci (Serbien), wo sie bis zur Evakuierung nach Amerika im Jahre 1944 blieb. 1927 beschloss der ROKA-Bischofssynod, die administrativen Verbindungen mit der Moskauer Kirchenleitung aufgrund deren Vereinnahmung durch die antireligiöse sowjetische Gewalt und damit die kirchliche Gemeinschaft mit dem Moskauer Patriarchat aufzulösen. Diese Entscheidung wurde von der Moskauer Kirchenleitung für unkanonisch erklärt und aufgehoben, wobei die ROKA selbst jahrelang als „das Schisma von Karlovci" bezeichnet wurde. Die offizielle Wiedervereinigung erfolgte am 17. Mai 2007 in Moskau mit der Unterzeichnung eines „Aktes der kanonischen Gemeinschaft" durch beide Kirchenoberhäupter.
 
'''Russische Orthodoxe Kirche im Ausland''' (ROKA, auch russische Exilkirche, Kirche von Karlowitz), vor allem vor der Wiedervereinigung mit dem Moskauer Patriarchat. Die ROKA ist nach der Oktoberrevolution und dem Bürgerkrieg von russisch-orthodoxen Christen außerhalb der Sowjetunion gegründet worden. Sie entstand aus Gemeinden von Flüchtlingen, die Russland wegen der kommunistischen Christenverfolgung verlassen mussten. 1921 zog die ROKA-Hauptleitung mit Zustimmung des Serbischen Patriarchen nach Sremski Karlovci (Serbien), wo sie bis zur Evakuierung nach Amerika im Jahre 1944 blieb. 1927 beschloss der ROKA-Bischofssynod, die administrativen Verbindungen mit der Moskauer Kirchenleitung aufgrund deren Vereinnahmung durch die antireligiöse sowjetische Gewalt und damit die kirchliche Gemeinschaft mit dem Moskauer Patriarchat aufzulösen. Diese Entscheidung wurde von der Moskauer Kirchenleitung für unkanonisch erklärt und aufgehoben, wobei die ROKA selbst jahrelang als „das Schisma von Karlovci" bezeichnet wurde. Die offizielle Wiedervereinigung erfolgte am 17. Mai 2007 in Moskau mit der Unterzeichnung eines „Aktes der kanonischen Gemeinschaft" durch beide Kirchenoberhäupter.
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* [http://de.bogoslov.ru/text/2027292.html Beschluss der Pastoralkonferenz der Russisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland – der Diözese Berlin des Moskauer Patriarchats und der Diözese Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland]
  
 
[[Kategorie:Diözesen und Kirchen]]
 
[[Kategorie:Diözesen und Kirchen]]
 
[[Kategorie:Geschichte der Russischen Orthodoxen Kirche]]
 
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Version vom 7. Oktober 2011, 21:58 Uhr

Russische Orthodoxe Kirche im Ausland (ROKA, auch russische Exilkirche, Kirche von Karlowitz), vor allem vor der Wiedervereinigung mit dem Moskauer Patriarchat. Die ROKA ist nach der Oktoberrevolution und dem Bürgerkrieg von russisch-orthodoxen Christen außerhalb der Sowjetunion gegründet worden. Sie entstand aus Gemeinden von Flüchtlingen, die Russland wegen der kommunistischen Christenverfolgung verlassen mussten. 1921 zog die ROKA-Hauptleitung mit Zustimmung des Serbischen Patriarchen nach Sremski Karlovci (Serbien), wo sie bis zur Evakuierung nach Amerika im Jahre 1944 blieb. 1927 beschloss der ROKA-Bischofssynod, die administrativen Verbindungen mit der Moskauer Kirchenleitung aufgrund deren Vereinnahmung durch die antireligiöse sowjetische Gewalt und damit die kirchliche Gemeinschaft mit dem Moskauer Patriarchat aufzulösen. Diese Entscheidung wurde von der Moskauer Kirchenleitung für unkanonisch erklärt und aufgehoben, wobei die ROKA selbst jahrelang als „das Schisma von Karlovci" bezeichnet wurde. Die offizielle Wiedervereinigung erfolgte am 17. Mai 2007 in Moskau mit der Unterzeichnung eines „Aktes der kanonischen Gemeinschaft" durch beide Kirchenoberhäupter.

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