Petros vom Berg Athos: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 24. Juni 2021, 18:22 Uhr

Onuphrios der Große & Petros der Athonit.

Gedächtnis: 12. Juni

Der gottgeweihte Petros der Athonit war von Geburt Grieche und von Beruf Soldat. Eines Tages wurde er im Kampf mit den Arabern gefangengenommen, in Ketten gelegt und ins Gefängnis geworfen. Petros blieb dort lange Zeit eingekerkert in der Stadt Samara am Euphrat, und er betete ständig zu Gott, daß Er ihn aus dem Gefängnis befreien und in irgendeine Wildnis bringen möge, wo er sich völlig dem Leben des Gebets und der Askese widmen wolle. Der hl. Symeon der Gottesempfänger erschien ihm zusammen mit dem hl. Nikolaus im Gefängnis. Er berührte seine Ketten mit seinem Stab, und sie schmolzen wie Wachs. Dann fand sich Petros auf einem Feld außerhalb der Stadt wieder. Er begab sich sogleich nach Rom, wo er vom Papst selbst am Grab des hl. Petrus zum Mönch geweiht wurde. Danach bestieg er ein Schiff und fuhr gen Osten. Die Allheilige Gottesgebärerin erschien ihm zusammen mit dem hl. Nikolaus in einem Traum und sagte zum hl. Nikolaus, sie habe den Berg Athos für Petros als Ort seiner Askese bestimmt. Bis zu diesem Augenblick hatte der hl. Petros noch nie etwas vom Heiligen Berg Athos gehört. Er ging am Heiligen Berg von Bord, ließ sich in einer Höhle nieder, in der er dreiundfünfzig Jahre in strengster Askese blieb, im Kampf mit Hunger und Durst, Hitze und Kälte und vor allem mit den dämonischen Mächten, bis er schließlich mit Gottes Hilfe alles überwand. Nachdem er die ersten Versuchungen ertragen und die schweren Prüfungen vor Gott bestanden hatte, begann ein Engel Gottes, ihm alle vierzig Tage Brot zu bringen. Mehrmals erschien ihm der Teufel in Gestalt eines Engels des Lichtes, doch Petros vertrieb ihn mit dem Zeichen des Kreuzes und dem Namen der Allheiligsten Gottesgebärerin. Ungefähr ein Jahr vor seinem Tod wurde er von einem Jäger entdeckt, der auf dem Athos Wild jagte, und dieser vernahm aus dem Mund des Heiligen dessen Lebensgeschichte. Er entschlief im Jahr 734. Seine Gebeine wurden nach Makedonien überführt.

Quelle: Prolog von Ohrid

Gebete

Troparion (2. Ton)

Nachdem du dich vom Leben der menschlichen Gemeinschaft entfernt, hast du aus göttlicher Sehnsucht und Liebe zu deinem Herr in Felsenhöhlen und Schluchten gelebt. Von ihm empfingst du die Krone, o Petros. Flehe unaufhörlich, auf dass wir errettet werden.