Orientalische Orthodoxe Kirchen

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Zur Gruppe der „Orientalischen Kirchen“ gehören:

  1. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche
  2. Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche
  3. Die Eritreisch-Orthodoxe Kirche
  4. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien
  5. Die Armenische Apostolische Kirche
  6. Die westsyrische orthodoxe Kirche in Südindien

Die „Orientalischen Kirchen“ kann man auch „vorchalzedonensische“ Kirchen nennen, da sie außerhalb des byzantinischen Reiches ihren eigenen Wurzeln treu blieben und die Aussagen des Konzils von Chalzedon (451) nicht mit gleicher Terminologie teilen konnten. Der früher gebrauchte Begriff „Monophysiten“ ist theologisch unzutreffend und daher zu vermeiden! Davon zu unterscheiden ist die „Kirche des Ostens“ (siehe S. 47 ff), die früher fälschlich so genannten „Nestorianer“, die am Konzil von Ephesos (431) nicht teilnehmen konnten und ihren Glaubenstraditionen treu blieben.

Diese Orientalischen Kirchen haben ihre eigenen Liturgien und Liturgiesprachen sowie Kirchentraditionen bewahrt. Zwischen orthodoxen Kirchen byzantinischer und orientalischer Tradition besteht keine Kirchen- und Sakramentsgemeinschaft. Seit 1985 gibt es zwischen ihnen aber einen offiziellen theologischen Dialog, der 1999 im schweizerischen Chambésy zu einer Einigung in allen wesentlichen inhaltlichen Streitfragen führte. Bislang wurden hieraus jedoch noch keine ekklesiologischen Konsequenzen gezogen. Auch zur Katholischen und Evangelischen Kirche besteht seit Jahren ein gutes ökumenisches Verhältnis.

Nach © "Orthodoxe Gemeinden im Bereich der EKHN", Frankfurt/Main, September 2002.