Longinos, der Centurio, der am Kreuz des Herrn stand, Märtyrer: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach der [[kirchlichen Überlieferung]] war Longinus derjenige, der die Seite des gekreuzigten Erlösers mit einem Speer ritzte und durch das Blut und Wasser, das aus der Wunde rann, von seinem Augenleiden geheilt wurde.
 
Nach der [[kirchlichen Überlieferung]] war Longinus derjenige, der die Seite des gekreuzigten Erlösers mit einem Speer ritzte und durch das Blut und Wasser, das aus der Wunde rann, von seinem Augenleiden geheilt wurde.
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Nach Kreuzigung und Beerdigung des Erlösers stand Longinus mit seiner Mannschaft Wache am [[Grab des Herrn]]. Diese Soldaten waren bei der allerstrahlendsten [[Auferstehung Christi]] dabei. Sie wurden daraufhin von den Juden bestochen, zu behaupten, dass die Jünger den Körper Christi gestohlen hätten; aber Longinus und zwei seiner Kameraden ließen sich nicht vom jüdischen Gold verführen und weigerten sich auch, über das Wunder der Auferstehung Stillschweigen zu bewahren.
 
Nach Kreuzigung und Beerdigung des Erlösers stand Longinus mit seiner Mannschaft Wache am [[Grab des Herrn]]. Diese Soldaten waren bei der allerstrahlendsten [[Auferstehung Christi]] dabei. Sie wurden daraufhin von den Juden bestochen, zu behaupten, dass die Jünger den Körper Christi gestohlen hätten; aber Longinus und zwei seiner Kameraden ließen sich nicht vom jüdischen Gold verführen und weigerten sich auch, über das Wunder der Auferstehung Stillschweigen zu bewahren.
  
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Die flammenden Reden  derjenigen, die bei den großartigen Begebenheiten in Judäa dabei waren, bewegten die Köpfe und Herzen der Kappadokier, und das [[Christentum]] breitete sich in der Stadt und den umliegenden Dörfer aus. Als die jüdischen Ältesten davon hörten, überredeten sie Pilatus, einen Trupp Soldaten nach Kappadokien zu schicken, um Longinus und seine Kameraden zu töten. Als die Soldaten in Longinus’ Dorf eintrafen, ging der vormalige Centurio ihnen entgegen, um sie zu empfangen und in sein Haus einzuladen. Nach einem gemeinsamen Mahl enthüllten die Soldaten den Zweck ihres Besusches, ohne zu ahnen, dass der Hausherr jener Mann war, nach dem sie suchten. Da gaben sich Longinus und seine Freunde zu erkennen und sagten den verblüfften Soldaten, sie möchten ihre Pflicht tun.
 
Die flammenden Reden  derjenigen, die bei den großartigen Begebenheiten in Judäa dabei waren, bewegten die Köpfe und Herzen der Kappadokier, und das [[Christentum]] breitete sich in der Stadt und den umliegenden Dörfer aus. Als die jüdischen Ältesten davon hörten, überredeten sie Pilatus, einen Trupp Soldaten nach Kappadokien zu schicken, um Longinus und seine Kameraden zu töten. Als die Soldaten in Longinus’ Dorf eintrafen, ging der vormalige Centurio ihnen entgegen, um sie zu empfangen und in sein Haus einzuladen. Nach einem gemeinsamen Mahl enthüllten die Soldaten den Zweck ihres Besusches, ohne zu ahnen, dass der Hausherr jener Mann war, nach dem sie suchten. Da gaben sich Longinus und seine Freunde zu erkennen und sagten den verblüfften Soldaten, sie möchten ihre Pflicht tun.
  
Die Soldaten wollten die [[Heiligen]] entkommen lassen und rieten ihnen, zu fliehen, aber diese weigerten sich und zeigten so klar ihre Bereitschaft, für Christus zu leiden. Die heiligen Märtyrer wurden enthauptet und ihre Körper an gleicher Stelle begraben. Der Kopf des Longinus aber wurde zu Pilatus geschickt. Dieser gab Befehl, das Haupt des [[Märtyrer]]s auf einen  Abfallhaufen jenseits der Stadtmauern zu werfen.
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Die Soldaten wollten die [[Heilige]] entkommen lassen und rieten ihnen, zu fliehen, aber diese weigerten sich und zeigten so klar ihre Bereitschaft, für Christus zu leiden. Die heiligen Märtyrer wurden enthauptet und ihre Körper an gleicher Stelle begraben. Der Kopf des Longinus aber wurde zu Pilatus geschickt. Dieser gab Befehl, das Haupt des Märtyrers auf einen  Abfallhaufen jenseits der Stadtmauern zu werfen.
  
 
Einige Zeit später kam eine blinde Witwe mit ihrem Sohn von Kappadokien nach Jerusalem, um an den heiligen Stätten zu beten und, die Wiedererlangung ihrer Sehkraft zu bitten. Nach ihrer Erblindung hatte sie bei vielen Ärzten Hilfe gesucht, aber alle Bemühungen waren vergeblich gewesen.
 
Einige Zeit später kam eine blinde Witwe mit ihrem Sohn von Kappadokien nach Jerusalem, um an den heiligen Stätten zu beten und, die Wiedererlangung ihrer Sehkraft zu bitten. Nach ihrer Erblindung hatte sie bei vielen Ärzten Hilfe gesucht, aber alle Bemühungen waren vergeblich gewesen.

Version vom 28. Oktober 2012, 17:34 Uhr

Kruz.jpg
Longin.jpeg

Gedenktag: 16. Oktober

Der Heilige Märtyrer Centurio Longinus war römischer Offizier und diente in Judäa unter Statthalter Pontius Pilatus. Als unser Erlöser Jesus Christus gekreuzigt wurde, war es seine Einheit, die auf Golgatha vor dem Kreuz Wache stand. Longinus und seine Soldaten waren Augenzeugen der letzten Augenblicke des irdischen Daseins des Herrn und der großartigen und ehrfurchtgebietenden Vorzeichen, die bei Seinem Tod erschienen. Diese erschütterten die Seele des Centurios dermaßen, dass er an Christus zu glauben begann und vor jedermann bekannte: “Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ (Mt 27,54)

Nach der kirchlichen Überlieferung war Longinus derjenige, der die Seite des gekreuzigten Erlösers mit einem Speer ritzte und durch das Blut und Wasser, das aus der Wunde rann, von seinem Augenleiden geheilt wurde.

Nach Kreuzigung und Beerdigung des Erlösers stand Longinus mit seiner Mannschaft Wache am Grab des Herrn. Diese Soldaten waren bei der allerstrahlendsten Auferstehung Christi dabei. Sie wurden daraufhin von den Juden bestochen, zu behaupten, dass die Jünger den Körper Christi gestohlen hätten; aber Longinus und zwei seiner Kameraden ließen sich nicht vom jüdischen Gold verführen und weigerten sich auch, über das Wunder der Auferstehung Stillschweigen zu bewahren.

Nachdem sie also zum Glauben an den Erlöser gefunden hatten, erhielten die Soldaten von den Aposteln die Taufe und entschlossen sich, den Militärdienst zu quittieren. Der Hl. Longinus verließ Judäa und predigte mit seinen beiden Kameraden in seiner Heimat Kappadokien über Christus, den Sohn Gottes.

Die flammenden Reden derjenigen, die bei den großartigen Begebenheiten in Judäa dabei waren, bewegten die Köpfe und Herzen der Kappadokier, und das Christentum breitete sich in der Stadt und den umliegenden Dörfer aus. Als die jüdischen Ältesten davon hörten, überredeten sie Pilatus, einen Trupp Soldaten nach Kappadokien zu schicken, um Longinus und seine Kameraden zu töten. Als die Soldaten in Longinus’ Dorf eintrafen, ging der vormalige Centurio ihnen entgegen, um sie zu empfangen und in sein Haus einzuladen. Nach einem gemeinsamen Mahl enthüllten die Soldaten den Zweck ihres Besusches, ohne zu ahnen, dass der Hausherr jener Mann war, nach dem sie suchten. Da gaben sich Longinus und seine Freunde zu erkennen und sagten den verblüfften Soldaten, sie möchten ihre Pflicht tun.

Die Soldaten wollten die Heilige entkommen lassen und rieten ihnen, zu fliehen, aber diese weigerten sich und zeigten so klar ihre Bereitschaft, für Christus zu leiden. Die heiligen Märtyrer wurden enthauptet und ihre Körper an gleicher Stelle begraben. Der Kopf des Longinus aber wurde zu Pilatus geschickt. Dieser gab Befehl, das Haupt des Märtyrers auf einen Abfallhaufen jenseits der Stadtmauern zu werfen.

Einige Zeit später kam eine blinde Witwe mit ihrem Sohn von Kappadokien nach Jerusalem, um an den heiligen Stätten zu beten und, die Wiedererlangung ihrer Sehkraft zu bitten. Nach ihrer Erblindung hatte sie bei vielen Ärzten Hilfe gesucht, aber alle Bemühungen waren vergeblich gewesen.

Der Sohn dieser Frau wurde kurz nach der Ankunft in Jerusalem krank und starb einige Tage später. Die Witwe trauerte sehr um den Verlust ihres Sohnes, der ihr auch als Führer gedient hatte.

Da erschien ihr der Hl. Longinus im Traum und tröstete sie. Er sagte ihr, dass sie ihren Sohn in himmlischem Glanz sehen und auch ihr Augenlicht wiedererlangen werde. Sie solle hinaus hinter die Stadtmauern gehen und werde dort einen Kopf in einem großen Haufen Abfall finden. Die blinde Frau wurde zu diesem Müllhaufen geführt und begann dort mit ihren Händen zu graben, und als sie den Kopf des Märtyrers berührte, erhielt sie ihr Augenlicht wieder und pries Gott und den Hl. Longinus über alle Maßen.

Sie nahm den Kopf mit in ihre Unterkunft und wusch ihn. In der nächsten Nacht erschien ihr abermals der Hl. Longinus, diesmal zusammen mit ihrem Sohn. Beide waren umflort von gleißendem Licht, und der Hl. Longinus sagte: “Weib, schaue auf den Sohn, den du beweinst. Sieh, welch Glanz und welche Ehre ihm nun widerfährt ,und sei getröstet. Gott hat ihn auserwählt, mit ihm im Himmelreich zu sein. Nun nimm meinen Kopf und den Körper deines Sohnes und beerdige sie im selben Sarg. Weine nicht um deinen Sohn, denn er wird sich ewiglich größter Wonnen erfreuen.”

Die Frau folgte den Anweisungen des Heiligen und kehrte nach Kappadokien heim. Dort begrub sie ihren Sohn und das Haupt des Hl. Longinus. Zuweilen überkam sie Trauer um ihren Sohn, aber ihre Tränen verwandelten sich in Freude, als sie ihn mit dem Hl. Longinus zusammen sah. Sie hatte nach Heilung für ihre Augen gesucht und hatte auch Heilung für ihre Seele gefunden.


Quelle: www.russische-kirche-l.de