Hll. Hierotheos, erster Bischof von Ungarn und Stephan, König von Ungarn: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine wichtige Rolle für die Orthodoxie in Ungarn spielte die Taufe und Christianisierung Ungarns im 10. Jahrhundert, die eng verbunden ist mit der Person des ersten Königs von Ungarn, Stephan I., und mit der Person des ersten Bischofs Ierotheos von Ungarn. Bischof Ierotheos und König Stephan I. werden heute auch als Heilige der Orthodoxen Kirche verehrt (Aufnahme in den Heiligenkalender im Jahr 2000 durch Konstantinopel und im Jahr 2007 durch Moskau).  
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Eine wichtige Rolle für die Orthodoxie in Ungarn spielte die Taufe und Christianisierung Ungarns im 10. Jahrhundert, die eng verbunden ist mit der Person des ersten Königs von Ungarn, Stephan I., und mit der Person des ersten Bischofs Ierotheos von Ungarn. Diese beiden großen Heiligen werden als Erleuchter Ungarns verehrt.
  
'''Ierotheos''' wurde vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Theofilaktos im Jahr 950 als Bischof nach Ungarn gesandt, um der engen Verbindung zwischen diese beiden Staaten, bedingt durch die familiären Banden zwischen den Herrscherhäusern, Rechnung zu tragen.  
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Bischof Ierotheos und König Stephan I. werden heute auch als Heilige der Orthodoxen Kirche verehrt (Aufnahme in den Heiligenkalender im Jahr 2000 durch Konstantinopel und im Jahr 2007 durch Moskau).  
  
'''Stephan''' kam 969 als Sohn von Arpadenfürst Géza zur Welt. Von einem Missionspriester wurde er von Kindheit an christlich erzogen. Im Alter von 26 Jahren heiratete Stephan Gisela, die Schwester von Heinrich II. Durch mehrere Siege über heidnische ungarische Fürsten förderte Stephan das Vordringen des Christentums im ganzen Land. Zusammen mit seiner Frau Gisela stiftete er Kirchen und Klöster, unterstützte die Arbeit von Mönchen und Missionaren und gründete zahlreiche Bistümer und Erzbistümer in Ungarn. Durch ihn wurde die gesamte Kirche Ungarns geordnet. An Weihnachten des Jahres 1000 wurde Stephan zum ersten König seines Landes gekrönt. Er entschlief am 15. August 1038. Stephans bis heute unverweste rechte Hand gilt als nationale Reliquie.
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'''Der hl. Hierarch Ierotheos''' wurde vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Theofilaktos im Jahr 950 als Bischof nach Ungarn gesandt, um der engen Verbindung zwischen diese beiden Staaten, bedingt durch die familiären Banden zwischen den Herrscherhäusern, Rechnung zu tragen.  
  
= Gebete =
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'''Der hl. und apostelgleiche Stephan''' kam 969 als Sohn von Arpadenfürst Géza zur Welt. Von einem Missionspriester wurde er von Kindheit an christlich erzogen. Im Alter von 26 Jahren heiratete Stephan Gisela, die Schwester von Heinrich II. Durch mehrere Siege über heidnische ungarische Fürsten förderte Stephan das Vordringen des Christentums im ganzen Land. Zusammen mit seiner Frau Gisela stiftete er Kirchen und Klöster, unterstützte die Arbeit von Mönchen und Missionaren und gründete zahlreiche Bistümer und Erzbistümer in Ungarn. Durch ihn wurde die gesamte Kirche Ungarns geordnet. An Weihnachten des Jahres 1000 wurde Stephan zum ersten König seines Landes gekrönt. Er entschlief am 15. August 1038. Stephans bis heute unverweste rechte Hand gilt als nationale Reliquie.
'''Troparion des hl. Hierotheos (1. Ton)'''  
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== Gebete ==
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'''Troparion (1. Ton)'''  
  
 
Den Eifer der Apostel hast du in deiner Seele verspürt, in Ungarn wurdest du eingesetzt als Engel des Friedens und hast es mit dem Strahlenglanz deiner Lehre zur göttlichen Erkenntnis geführt, gottsinnender Hierotheos. So rufen wir dir gläubig zu: Ehre sei Christus, der dich erwählt hat, Ehre sei Ihm, mit dem du gewirkt hast, Ehre sei ihm, der durch dich uns alles Gute gewirkt hat.  
 
Den Eifer der Apostel hast du in deiner Seele verspürt, in Ungarn wurdest du eingesetzt als Engel des Friedens und hast es mit dem Strahlenglanz deiner Lehre zur göttlichen Erkenntnis geführt, gottsinnender Hierotheos. So rufen wir dir gläubig zu: Ehre sei Christus, der dich erwählt hat, Ehre sei Ihm, mit dem du gewirkt hast, Ehre sei ihm, der durch dich uns alles Gute gewirkt hat.  
  
'''Troparion des hl. Königs Stephan (1. Ton)'''  
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'''Kondakion (8. Ton)'''
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Nachdem du mit der Tugend der Selbstlosigkeit aufgestrahlt, wurdest du mit den hohepriesterlichen Gewändern geschmückt, unser Vater Hierothéos; nach dem Willen des Heiligen Geistes empfingst du die Sendung nach Ungarn. Dort zeichnetest du dich aus in den Tugenden der Apostel und befreitest das Volk von der Tücke des Götzendienstes mit deiner Verkündigung; darum ruft es getreu zu dir mit den Worten: Sei gegrüßt, du unser Vater, Weiser in Gott.
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Das Zepter der Herrschaft, von Gott übergeben, wurdest du als gütiger König auserwählt, du Frommer und das Gute Liebender. Das Volk Ungarns hast du mit der Waffe des Kreuzes unterworfen und triumphierst nun, Stephan, glorreich mit den Engeln im Himmel. Ehre sei Christus, der dich erwählt hat, Ehre sei ihm, der dir die Kraft geschenkt hat, Ehre sei ihm, der dich geheimnisvoll mit Chrisamöl gesalbt hat.
 
Das Zepter der Herrschaft, von Gott übergeben, wurdest du als gütiger König auserwählt, du Frommer und das Gute Liebender. Das Volk Ungarns hast du mit der Waffe des Kreuzes unterworfen und triumphierst nun, Stephan, glorreich mit den Engeln im Himmel. Ehre sei Christus, der dich erwählt hat, Ehre sei ihm, der dir die Kraft geschenkt hat, Ehre sei ihm, der dich geheimnisvoll mit Chrisamöl gesalbt hat.
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'''Kondakion (4. Ton)'''
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Als hell leuchtenden Stern betrachtet dich die Kirche, Heiliger Stephan, unser apostelgleicher König; durch das Licht deiner Wunder erleuchtet, ruft sie zu dir im Himmel: Rette uns alle, die wir dein Gedächtnis gläubig begehn.
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[[Kategorie:Heilige]]
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[[Kategorie:Heilige aus Ungarn]]
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[[Kategorie:Heiliger (10. Jahrhundert)]]
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Aktuelle Version vom 19. August 2021, 18:44 Uhr

Ikone der Erleuchter Ungarns in der orthodoxen Kirchengemeinde zur Heiligen Weisheit Gottes in Budapest.
Die "heilige Rechte" des hl. König Stephan von Ungarn

Gedächtnis: 20. August (neuer Stil)

Eine wichtige Rolle für die Orthodoxie in Ungarn spielte die Taufe und Christianisierung Ungarns im 10. Jahrhundert, die eng verbunden ist mit der Person des ersten Königs von Ungarn, Stephan I., und mit der Person des ersten Bischofs Ierotheos von Ungarn. Diese beiden großen Heiligen werden als Erleuchter Ungarns verehrt.

Bischof Ierotheos und König Stephan I. werden heute auch als Heilige der Orthodoxen Kirche verehrt (Aufnahme in den Heiligenkalender im Jahr 2000 durch Konstantinopel und im Jahr 2007 durch Moskau).

Der hl. Hierarch Ierotheos wurde vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Theofilaktos im Jahr 950 als Bischof nach Ungarn gesandt, um der engen Verbindung zwischen diese beiden Staaten, bedingt durch die familiären Banden zwischen den Herrscherhäusern, Rechnung zu tragen.

Der hl. und apostelgleiche Stephan kam 969 als Sohn von Arpadenfürst Géza zur Welt. Von einem Missionspriester wurde er von Kindheit an christlich erzogen. Im Alter von 26 Jahren heiratete Stephan Gisela, die Schwester von Heinrich II. Durch mehrere Siege über heidnische ungarische Fürsten förderte Stephan das Vordringen des Christentums im ganzen Land. Zusammen mit seiner Frau Gisela stiftete er Kirchen und Klöster, unterstützte die Arbeit von Mönchen und Missionaren und gründete zahlreiche Bistümer und Erzbistümer in Ungarn. Durch ihn wurde die gesamte Kirche Ungarns geordnet. An Weihnachten des Jahres 1000 wurde Stephan zum ersten König seines Landes gekrönt. Er entschlief am 15. August 1038. Stephans bis heute unverweste rechte Hand gilt als nationale Reliquie.

Gebete

zum hl. Hierotheos:

Troparion (1. Ton)

Den Eifer der Apostel hast du in deiner Seele verspürt, in Ungarn wurdest du eingesetzt als Engel des Friedens und hast es mit dem Strahlenglanz deiner Lehre zur göttlichen Erkenntnis geführt, gottsinnender Hierotheos. So rufen wir dir gläubig zu: Ehre sei Christus, der dich erwählt hat, Ehre sei Ihm, mit dem du gewirkt hast, Ehre sei ihm, der durch dich uns alles Gute gewirkt hat.

Kondakion (8. Ton)

Nachdem du mit der Tugend der Selbstlosigkeit aufgestrahlt, wurdest du mit den hohepriesterlichen Gewändern geschmückt, unser Vater Hierothéos; nach dem Willen des Heiligen Geistes empfingst du die Sendung nach Ungarn. Dort zeichnetest du dich aus in den Tugenden der Apostel und befreitest das Volk von der Tücke des Götzendienstes mit deiner Verkündigung; darum ruft es getreu zu dir mit den Worten: Sei gegrüßt, du unser Vater, Weiser in Gott.

zum hl. König Stephan:

Troparion (1. Ton)

Das Zepter der Herrschaft, von Gott übergeben, wurdest du als gütiger König auserwählt, du Frommer und das Gute Liebender. Das Volk Ungarns hast du mit der Waffe des Kreuzes unterworfen und triumphierst nun, Stephan, glorreich mit den Engeln im Himmel. Ehre sei Christus, der dich erwählt hat, Ehre sei ihm, der dir die Kraft geschenkt hat, Ehre sei ihm, der dich geheimnisvoll mit Chrisamöl gesalbt hat.

Kondakion (4. Ton)

Als hell leuchtenden Stern betrachtet dich die Kirche, Heiliger Stephan, unser apostelgleicher König; durch das Licht deiner Wunder erleuchtet, ruft sie zu dir im Himmel: Rette uns alle, die wir dein Gedächtnis gläubig begehn.