Andrej (Vjatscheslavovitsch) Kuraev, Diakon: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 1. Juni 2021, 08:35 Uhr

Diakon Andrej (Vjatscheslavovitsch) Kuraev, geboren 1963 in Moskau, studierte an der Philosophischen Fakultät der Moskauer Staatlichen Universität am Lehrstuhl für wissenschaftlichen Atheismus. Während seines Studiums erhielt er Zugang zu religiöser Literatur, die vom Staat beschlagnahmt wurde. Im Jahre 1982 wurde Kuraev getauft. Nach Abschluss seines Studiums trat er in die Aspirantur des Philosophischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der UdSSR ein. Jedoch wechselte er bereits im darauf folgenden Jahr zum Moskauer Priesterseminar, in dem er als Sekretär des Direktors arbeitete. Er schloss das Seminar 1988 ab, studierte später am Theologischen Institut Bukarest in Rumänien. 1990 bis 1993 war er Referent des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Alexij. 1992 schloss er die Moskauer Theologische Akademie ab. 1993 bis 1996 amtierte er als Dekan an der Philosophisch-Theologischen Fakultät der Russischen Orthodoxen Universität Hl. Johannes der Theologe. 1996 wurde ihm von Patriarch Alexij auf der Empfehlung der Russisch Orthodoxen Universität der Titel des Professors der Theologie verliehen. Seit 1997 unterrichtete Kuraev am Orthodoxen Theologischen Institut des Hl. Tichon. Am 15. Februar 2003 wurde er von Patriarch Alexij mit dem „Orden des dritten Grades, des Hl. Sergij von Radonezh“ ausgezeichnet. Seit Herbst 2004 unterrichtet Diakon Andrej Kuraev an der Moskauer Theologischen Akademie. Parallel dazu hält er Vorlesungen an der Universität des Hl. Tichon und an der Moskauer Staatlichen Universität am Lehrstuhl für Religionsgeschichte. Er ist auf publizistischer Ebene durch zahlreiche Aufsätze in verschiedenen Medien bekannt. Seine eigene Internetpräsenz www.kuraev.ru ist eine der meistbesuchten Internetseiten Russlands. Er ist Verfasser von über 30 Büchern über das orthodoxe Christentum und seine Beziehungen zur modernen Gesellschaft. Andrej Kuraev ist Mitglied des „Bei- und Sachverständigenrates für Probleme der Gewissensfreiheit“ beim „Komitee der Staatsduma der Russischen Föderation für Angelegenheiten gesellschaftlicher Einrichtungen und religiöser Vereine“.

Deutschsprachige Veröffentlichungen:

  • Das Geheimnis des Geschlechts in der orthodoxen Tradition. Wladimir Legojda im Gespräch mit Diakon Andrej Kuraev. In: Cornelia Hayes (Hg.): „Sie sind nicht mehr zwei, sondern eins.“ Mann und Frau. Buchreihe „Aus orthodoxer Sicht“ Band 1, Edition Hagia Sophia, 2012.