Makarios, Metropolit von Moskau und ganz Russland

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Hl. Makarij, Metropolit von Moskau und ganz Russland.jpg

Gedenktag: 5. Oktober (Synaxis der Heiligen von Moskau), 30. Dezember

Der heilige Erleuchter Makarios (Makarij), Metropolit von Moskau und ganz Russland, wurde um 1482 geboren. In seiner Jugend empfing er die Mönchsweihe im berühmten Kloster von Borowsk des ehrwürdigen Paphnutios (Paphnuti). 1506 wurde er zum Vorsteher des Luschetzki-Klosters der Geburt der Mutter Gottes nahe Moshaisk ernannt. 1526 wurde Archimandrit Makarios zum Erzbischof von Groß-Nowgorod und Pskow erhoben, auf einen der ältesten Bischofsstühle der Moskauer Metropolie. Es begann nun die Sorge des Hierarchen Makari um den Wohlbestand der Klöster, um die Erleuchtung der nördlichen Völker mit dem Lichte des christlichen Glaubens und um den Bau und die Ausgestaltung von Kirchen. Er nahm die grandiose Mühe auf sich, das "Große Menäon" (russ. «Большие Четьи-Минеи») zusammenzustellen, das geistliche russische Schrifttum des 16. Jahrhunderts. 1542 wählte das Konzil der russischen Bischöfe Makarios zum Metropoliten von Moskau und ganz Russland; er wurde der neue Ratgeber des jungen Zaren Ioann IV. Wassiljewitsch. Er segnete den Krieg gegen das Kasaner Khanat, sagte den künftigen Sieg voraus und ließ zu Ehren des errungenen Sieges in Moskau die Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale (Kathedrale Basilius des Seligen) erbauen.

In den Jahren 1547 und 1549 berief Hierarch Makarios Konzile zur Kanonisation russischer Heiliger ein, zu deren Vorbereitung er mit der Sammlung und Zusammenfassung ihrer Biographien große Arbeit leistete. Metropolit Makarios leitete auch das Konzil von 1551, das die Bezeichnung "Hundertkapitel-Konzil" erhielt. Unter seiner Leitung wurden auch die mehrbändigen Chroniken und der Stammbaum der Zarenfamilie zusammengestellt; es begann die Buchdruckerei. Ein Zeitgenosse bezeugt: „Metropolit Makarios war bescheiden und demütig; er war barmherzig zu allen, er litt keinen Stolz und trieb ihn bei anderen aus.“ Dem Metropolit war das Leid schon im voraus bekannt, das dem russischen Lande die Opritschina bringen sollte, die der Zar kurz nach Makarios’ Tod gründete. Metropolit Makarios entschlief am 31. Dezember 1563.

Sofort nach seinem Tode begann man ihn zu verehren; es wurden Ikonen gemalt, auf denen er abgebildet war. Heiliger Erleuchter Makarios ist kanonisiert aufgrund seines heiligen Lebens, das seine Zeitgenossen bezeugen, wegen der Gabe der Scharfsichtigkeit und wegen seiner Verdienste um die Russische Kirche.