Hadji-Georgis

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Geronda Hadji-Georgis
Geronda Hadji-Georgis

Hadji-Georgis der Athos-Mönch

Geronda Hadji-Georgis (1809–1886) war einer der größten Gerondes auf dem Berg Athos im 19. Jahrhundert, und so erscheint es angemessen, dass seine Biographie von einem der größten Gerondes des 20. Jahrhunderts verfasst wurde: Geronda Paisios. „Als ich das erste mal auf dem Heiligen Berg ankam“, schreibt Geronda Paisios, „hörte ich jedermann mit großer Ehrfurcht und Bewunderung von Hadji-Georgis sprechen. Alles, was ich über ihn erfuhr, führte dazu, ihn nur noch mehr zu verehren... ‚Ein großer Asket und strenger Faster’, wurde gesagt. Sein Name wird sogar im übertragenen Sinne benutzt: Zu einem strengen Faster sagt man ‚Er ist ein echter Hadji-Georgis’.“

„Im Antlitz von Hadji-Georgis sahen die Leute die Ausstrahlung Gottes, und bereitwillig öffneten sie ihre leidenden Herzen und wurden geheilt. Alle sprachen voll Bewunderung und Verehrung über den Geronda. Griechische und slawische Athos-Mönche schätzten ihn hoch für seine Askese und die Heiligkeit, die er auf Athos ausbreitete.“

„Es kommt nicht darauf an, dass ihn unsere Kirche noch nicht heilig gesprochen und ihm so einen Glorienschein verpasst hat. Worauf es ankommt, ist das verehrungswürdige Leben des Geronda, sein einfaches und unschuldiges, stilles Beispiel. Er war voller Tugenden und göttlicher Kraft, die er seinen Gefolgsleuten zur Hilfe darbot.“

„Er wirkte Wunder, hatte göttliche Visionen und verfügte über die Gabe der Wahrnehmung der Erscheinumgen der unsichbaren Welt des Geistes. Er hatte so viel Gnade von Gott... Als das Grab mit seinen heiligen Gebeinen geöffnet wurde, strömten diese einen unbeschreiblich schönen Duft aus.“

—Elder Paisios

Kraft seiner Gabe des spirituellen Urteilsvermögens belehrte Geronda Hadji-Georgis die Leute mit Umsicht. Er tröstete sie und half ihnen mit seinem innigen Gebet und goss göttliche Gnade über die betrübten Seelen. Sein Ruhm reichte weithin, und die Menschen strömten von überall herbei, um seine geistlichen Wohltaten zu empfangen. Vom Morgen bis zum Abend nahm er die Kümmernisse der Geplagten auf sich und wärmte ihre Herzen mit geistlicher Liebe.

„Vater Georgis wäre sehr betrübt gewesen, wenn jemand während der ersten Schritte des Klosterlebens den Mut verloren hätte und schon am Beginn seines Kampfes um Erlösung gescheitert wäre... Er sprach davon, dass wir jede Prüfung und alles Leid, das Gott uns zugedenkt, demütig und geduldig annehmen müssen, so dass unsere Seele vollständig von den bewussten und unbewussten Sünden gereinigt werden kann.“

—Elder Paisios

Quelle: http://elderpaisios.com/