Benutzer:Christian/1783: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 9. Februar 2018, 11:09 Uhr

  • Makarios von Korinth oder Makarios Notaras (* 1731 in Korinth; † 17. April 1805 in Chios) war von 1765 bis 1769 Bischof von Korinth und danach Bischof ohne Sitz. Als Mitherausgeber der Philokalie gehörte er zu den Begründern des Neuhesychasmus. Sein Gedenktag ist der 17. April.
    • In der Folge des fünften Russisch-Türkischen Krieges ab 1768 erhoben sich einige Griechen des Peloponnes voreilig im Vertrauen auf den Beistand Russlands, dem es allerdings vordergründig nur um Gebietsgewinne in der Südukraine, auf der Krim und im Nordkaukasus ging. Nachdem die griechischen Interessen offensichtlich enttäuscht wurden, erwartete man die üblichen Vergeltungsmaßnahmen der Türken gegen Persönlichkeiten des öffentlichen griechischen Lebens. Unter diesen Umständen floh Bischof Makarios mit seiner ganzen Familie auf die ionische Insel Zakynthos und kurz darauf auf die Insel Hydra, 65 km südwestlich von Athen. Theodosios II., Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel von 1769 bis 1773, ernannte unter dem Druck der Hohen Pforte neue Bischöfe für den Peloponnes und zwang damit auch Bischof Makarios von Korinth zum Rücktritt, obwohl dieser in keiner Weise gegen die kirchenrechtlichen Kanones verstoßen hatte. Als Bischof ohne Sitz begab sich Makarios zum heiligen Berg Athos, um sich in die Stille des Gebets zurückzuziehen. Doch auch dort blieb er von den Kontroversen der Zeit wie die um die Gemeinschaft der Kollyvaden nicht verschont. Immer wieder musste Makarios auch hier die heiligen Traditionen verteidigen. Als er sich im Kloster Koutloumousiou weigerte, den Gedächtnisgottesdienst für den Patriarchen von Alexandria an einem Sonntag zu feiern, musste er 1775 den heiligen Berg verlassen und emigrierte nach Chios zu anderen bereits vor ihm exilierten Athoniten. Nachdem 1776 sein Vater gestorben war, übertrug er sein Erbteil seinen Brüdern und ging nach Smyrna, um einer weiteren Berufung zu folgen: der Glaubensvertiefung durch geistliche Schriften. Auf Athos hatte er im Kloster Vatopedi eine Handschrift der Philokalie entdeckt, die er 1777 dem Hl. Nikodemos dem Hagioriten zur Korrektur übergab. 1782 erschien diese Quellensammlung als fünfbändige Ausgabe in Venedig (Φιλοκαλία τῶν ἱερῶν νηπτικῶν Philokalía tōn hierṓn nēptikṓn, wörtlich Schönheitsliebe der heiligen Achtsamen). Diese Zusammenstellung umfasste griechische Texte der orthodoxen Spiritualität von den antiken Kirchenvätern bis zu den spätmittelalterlichen Hesychasten und wurde dadurch in der orthodoxen Welt als geistliche Anleitung so populär, dass sie den Hesychasmus auch weit außerhalb des Mönchtums verbreitete. Mit Hilfe von Nikodemos dem Hagioriten gab Makarios des Weiteren den vierbändigen Evergetinos heraus, gefolgt von Schriftenreihen über die tägliche Kommunion und über die Neumärtyrer.