Hiob von Potschajew

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Gedenktag: 6. Mai, 28. August (Auffindung der Gebeine), 28. Oktober

Der Heilige Hiob (Iow), welcher mit bürgerlichem Namen Iwan Scheleso hieß, wurde um 1551 im Dorfe Pokutje im südwestlichen Galizien in einer kleinadeligen Familie geboren. Schon mit zehn Jahren trat er in das Verklärungs-Kloster von Ugorniki ein und empfing nach zwei Jahren die Mönchsweihe. Um 1580 wurde er Priestermönch und leitete dann auf Ersuchen des bekannten Förderers der Orthodoxie in diesem von der Union bedrohten Gebiet, des Fürsten Konstantin Ostroschski, das Kreuzerhöhungs-Kloster bei Dubno, dem er trotz aller Widrigkeiten von Seiten der polnischen katholischen Obrigkeiten wie der Unierten mehr als zwanzig Jahre vorstand. Anfang des 17. Jahrhunderts ließ sich Hiob in einer Höhle auf dem Berge von Potschajew ,unweit des alten Mariä-Entschlafen-Klosters nieder, bis ihn die Bruderschaft dieses Konventes bat, die Abtswürde zu übernehmen. In dieser Eigenschaft nahm er an der Kiewer Synode von 1628 teil, welche gegen die Union einberufen worden war. Dieser Intention diente auch das weitere Wirken Hiobs, besonders die Druckerei seines Klosters. So wurde die Lavra von Potschajew zu seinen Lebzeiten zu einem geistlichen Zentrum der Orthodoxen in der südwestlichen Rus. Nach 1642 nahm Hiob das Große Schema mit dem Namen Johannes (Ioann) an. Von da an lebte er wieder häufig in seiner Höhle. Er starb 1651 im Alter von mehr als 100 Jahren, von denen er über die Hälfte in Potschajew verbracht hatte.

Seine Kanonisation fand bereits am 8, August 1659 statt. 1720-1831 gehörte das Kloster allerdings den Unierten, so dass seine Verehrung am Ort seines Wirkens in dieser Zeit unterbrochen war; sie wurde jedoch bereits 1833 wiederhergestellt. (nach © "Gottesdienst zum Ehren aller Heiligen der Rus", Würzburg, 1987. Seiten - 104 - 115)

Quelle: Kirchenkalender